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"Bairisch" leicht gemacht
Ein kleiner Leitfaden für die Brotzeit
Die bayerische Sprache hat für Auswärtige manchmal die eine oder andere Eigenheit, um nicht zu sagen manchmal etwas Unverständliches. Aber wir helfen Ihnen gerne weiter …
Ganz einfach ist es ja noch mit Semmeln und Brezn – auf hochdeutsch Brötchen und Brezeln. Schon etwas schwieriger wird es, wenn man im Biergarten zur Brotzeit ein Bier bestellen möchte: Eine Mass ist ein Liter Bier in einem Maßkrug – in den meisten Biergärten die einzige gültige Maßeinheit. Auch wenn Sie nach einem Hellen fragen, bekommen Sie ein Bier. Daneben können Sie auch ein Dunkles oder ein Weißbier – Weizenbier – bestellen. Gemischt mit Zitronenlimonade – auch Kracherl genannt – wird das Helle zum Radler, das Weißbier zum Russ(e)n.
Und hier noch ein paar andere wichtige Stichworte:
- Bschoad diache – Bschoad kommt von „was einem beschieden wurde“, Diache von Tüchlein: In früherer Zeit wurde das, was vom reichlichen (Fest-)Mahl nicht aufgezehrt werden konnte, als sogenanntes „Bschoad“ in ein Taschentuch oder in eine Serviette gepackt und mit nach Hause genommen.
- Fleischpflanzl – Frikadelle, Bulette
- Kaas – Käse
- Lebakaas – Leberkäse, Wurstspezialität, die in Bayern weder Leber noch Käse enthalten darf
- Obatzda – bayerische Spezialität, angemachter Käse
- resch – knusprig
- Radi – Rettich
- Schmankerl – Delikatesse, Spezialität
- Kren – Meerrettich
- An Guadn! – Guten Appetit!






