St. Jakobus d. Älteren in Rohrdorf Kirche

Mit Jakobusfigur vom Meister von Rabenden...

Im 15. Jahrhundert wurde die Rohrdorfer Kirche im spätgotischen Stil neu erbaut. Dieser Bau wurde 1554 Opfer einer Feuersbrunst, bei der auch der Pfarrhof mit einer Vielzahl von Büchern verbrannte. Nach weiteren Bränden wurde die Kirche 1825 erneut erbaut und entspricht heute noch der damaligen Bauweise.

Der Hochaltar

Den Hochaltar ziert der sitzende Jakobus, erschaffen vom Meister von Rabenden, einen der großen und bis heute namentlich unbekannten Bildhauer im süddeutschen Raum des frühen 16.Jh. Den Altar erbaute der Schweizer Jesuitenkünstler Fr. Jakob Amrhein. Dieser Altar stand ursprünglich in der Haller Damenstiftskirche in Tirol. Nach der Aufhebung des Stiftes anlässlich der Säkularisation 1787 durch den österreichischen Kaiser Joseph II. wurde der Altar an die Rohrdorfer verkauft.

Der Marienaltar

Der rechte Seitenaltar ist der Marienaltar, der auch der "schmerzhafte Altar" genannt wird. Dieser wurde 1724 von der Bruderschaft errichtet und verbildlicht die sieben Schmerzen Marias. Im Auszug zeigt sich ein Bild der Büßerin Maria Magdalena, bei dem darüber ein von Putten gehaltenes Veroneicum (Schweißtuch der Veronica) angebracht ist. Die sich in der Altarmitte befindliche Pieta unter dem Kreuz, wurde 1858 anstelle eines älteren Vesperbildes aufgestellt. Seitlich befinden sich Barockfiguren des hl. Erasmus mit der Winde, und Barbara mit dem Kelch. Diese sind möglicherweise Arbeiten von Josef Götsch (vgl. auch Grainbach).

Der Laurentiusaltar

Der linke Seitenaltar ist der Laurentiusaltar und zugleich der Altar der Allerseelenbruderschaft. Im Auszug zeigt sich der reuige Petrus. Im Mittelfeld kniet auf Wolken mit Engelsköpfchen der hl. Diakon Laurentius. Darunter sind zwei arme Seelen von Feuerflammen umgeben. Seitliche Begleitfiguren sind die des Hl. Florian mit dem Modell der brennenden Ortskirche, die der fünf brennende Rohrdorfer Häusern und Johannes Nepomuk, der beliebte Patron der Innschiffer.

Die Kanzel

Die Kanzel ist in frühklassizistischen Formen 1796/97 von dem Kraiburger Johann Phil. Wagner ausgeführt und von dem Münchner Fassmaler Anton Held 1798 gefasst. Sie zeigt die vier abendländischen Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Gregorius und Hyronimus und drei Putten mit den Symbolen von Glaube, Hoffnung und Liebe, zu oberst den guten Hirten mit einem von Dornenzweigen umgebenen Lamm.

Das Pilgerkreuz

Am 23. Juli 2000 wurde zur Auffahrt zum Pfarrhof das aus tschechischem Granit angefertigte Pilgerkreuz durch Herrn Dekan Wolfgang Aumer - Ehrenmitglied und ehemaliger Präses der Gemeinschaft- feierlich eingeweiht. Das Pilgerkreuz mit der darunter befindlichen Tafel, das den Weg nach Santiago de Compostela anzeigt wurde nach Plänen von Angelika Thalmeier angefertigt. Dieses Projekt wurde durch die Xunta de Galicia gefördert.

Reliquie des Jakobus

Das Gemälde im Langhaus zeigt die Wiederauffindung der Reliquien des heiligen Jakobus der Älteren im 9. Jahrhundert, den Beginn der abendländischen Jakobusverehrung und die Übertragung der Gebeine nach Compostela.

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