Wallfahrtskapelle Kirchwald Kapelle

Wallfahrtskapelle, Einsiedelei und "Heilige Quelle" mitten im Wald...

Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Kirchwald befindet sich oberhalb des Ortes Nußdorf am Inn. Der Ort heißt Kirchwald, weil Bewohner aus verstreut liegenden Ortsteilen durch diesen Bergwald gehen mussten, um am Sonntag den Gottesdienst in Nußdorf zu besuchen.

Der Pilger Michael Schöpfl ließ sich 1643 auf der Heimreise von Rom im Kirchwald nieder. Er fand eine Quelle vor, die er zunächst für schädlich hielt, die er aber durch die Zugabe von Reliquien aus Rom und heilkräftigem Wasser aus Weihenlinden in eine heilsame Quelle umwandelte. Mittlerweile fließt sie nur noch spärlich. In einer Überlieferung heißt es: "Das Wasser ist so heilsam geworden, dass sich die Kranken das Wasser weit und breit zutragen ließen und dass sie davon bald Linderung ihrer Schmerzen und zuweilen gar die völlig Gesundheit erhielten." (Quelle: Dorothea Steinbacher, "Heilige Quellen in Oberbayern", AT Verlag)

Die weitere Entwicklung ist einem Nußdorfer Wirtssohn zu verdanken: Pater Casimir Weiß. Er ließ 1720 die Kirche und die Klause erbauen. Den einheitlich gestalteten Spätbarockbau errichtete Wolfgang Dientzenhofer, die heutige Innenausstattung entstand 1756 mit drei Altären und einer Kanzel im Rokokostil. In der Mitte des Hochaltars ist das Gnadenbild - eine byzantinische Ikone - in einen prachtvollen Strahlenkranz eingearbeitet. Viele Gebetserhörungen sind in historischen und auch zeitgenössischen Votivtafeln dokumentiert. Die umfassende Innenrenovierung der vergangenen Jahre hat der Kirche Glanz und Aussehen der originalen Farbkompositionen wieder zurückgegeben.

Neben der Kirche steht eine Einsiedelei, die nach einigen Jahren Pause nun wieder bewohnt ist. Der Benediktinermönch Bruder Clemens hat sich dort niedergelassen. Bedeutung hatte die Einsiedelei in früheren Jahrhunderten als Schule für Nußdorf. Die Kinder mussten über viele Jahre den steilen Weg in die Klause zum Unterricht antreten. Der letzte Eremit Frater Marianus Schmid kümmerte sich seit Jahrzehnten mit viel Engagement um Kirche und Klause und erfüllte so die letzten Eremitentage Bayerns mit religiösem Leben.

Die "Goldenen Samstage" im Oktober zu Ehren Marias werden dort seit langem gefeiert.

Die Kirche ist nur bis zum Gitter geöffnet. Besichtigung und Führungen müssen bei Pfarramt nachgefragt werden.

Von der Ortsmitte Nußdorfs folgt man erst dem Mühlenweg, anschließend dem Kreuzweg. Die Gehzeit beträgt etwa eine Stunde. Vom Wanderparktplatz im Ortsteil Gritschen aus geht man 30 Minuten.

Von Nussdorf führt zur Kirche ein mittelsteiler Weg durch den Wald. Der Aufstieg dauert circa 45 Minuten Ein gemütlicherer flacher Spazierweg zur Kirche geht von Gritschen (Samerberg) aus los. Die Gehzeit beträgt etwa 20 Minuten: Zur Wanderung >>

Kontakt

Verkehrsamt Nußdorf
Brannenburger Str. 10
83131 Nußdorf am Inn

Telefon +49 (0)8034 907920

verkehrsamt@nussdorf.de

www.nussdorf.de


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