Burganlage – östlicher Teil
Am markanten Straßenknick der Burg erhob sich bis 1809 das Innere Burgtor – einst ein zentraler Bestandteil der geschlossenen Befestigungsanlage. Nur rund 50 Meter weiter östlich, nahe der Freidhofer Stiege, schützte ein Burggraben mit Zugbrücke die Zufahrt. Dieser wurde jedoch 1902 zugeschüttet.
Über Jahrhunderte führte der gesamte Verkehr durch die Handelsstadt ausschließlich über die Innbrücke und durch die Burg – bis weit ins 19. Jahrhundert hinein. Im Burghof selbst ragte einst der mächtige Bergfried empor, der als Geschützturm diente, bevor er bereits 1779 abgetragen wurde.
Burganlage – westlicher Teil
Am westlichen Ende der Burganlage, bei „Auf der Burg 17“, befand sich bis 1813 die Wohnung des Rentamts – Sitz der staatlichen Finanzverwaltung. Später wurde diese Funktion vom gegenüberliegenden Gebäude übernommen: der ehemaligen Eisenfrohnveste („Auf der Burg 8“), die einst als staatliches Gefängnis diente.
Direkt an diese Gebäude schloss sich bis 1810 das Mittlere Burgtor an. Weitere 200 Meter westlich markierte schließlich das Äußere Burgtor den Zugang zur Burg und zur Stadt – und damit den letzten Kontrollpunkt vor dem geschäftigen Leben innerhalb der Mauern.