Die historische Innbrücke oder auch Rote Brücke genannt verbindet die Wasserburger Altstadt mit dem Stadtteil Burgerfeld auf der anderen Seite des Inns. Die Altstadt liegt auf einer zu 3/4 vom Inn umflossenen Halbinsel, deren Eingang das Brucktor markiert.
Die Rote Brücke wird erstmals 1204 erwähnt, war aber schon im späten 11. bzw. frühen 12. Jahrhundert vorhanden. Bis in die jüngere Vergangenheit bestand die Brücke aus Holz. Ein Wachhaus, welches mittig stand, gab es bis in die Barockzeit. Vor dem Brucktor war zu dieser Zeit eine Zugbrücke angebracht. Das jetzige Bauwerk stammt aus den 1980er Jahren und lehnt sich an das Erscheinungsbild aus dem 19. Jahrhundert an.
Das Brucktor wie es heute zu sehen ist wurde in den Jahren 1470 und 1471 vom Wasserburger Baumeister Wolfgang Wiser erneuert. Zuvor bestand es bereits seit der spätromanischen Zeit als Torbau. Das große Wandgemälde aus dem Jahr 1568 auf der Südseite des Torturms zeigt zwei Hirschen und spielt so auf die Wehrhaftigkeit des Tores an.