R wie Rindvieh

Riarmilli, Rosenkranz und Rücksicht...

Riarmilli

Bayerisch für Buttermilch, Rührmilch. Buttermilch ist ein Nebenprodukt der Butterherstellung. Der Rahm wird so kräftig gerührt, dass kleine Butterkugeln entstehen, die zusammengepresst werden. Die übrig gebliebene Flüssigkeit, mit einem leicht säuerlichem Geschmack, heißt Buttermilch. Sie sollte auf der Alm jedoch nicht länger als zwei Tage aufbewahrt werden.

Rindvieh

Rinder sind Wiederkäuer mit vier Mägen und benötigen viel Zeit für die Verdauung. Ein Rind benötigt pro Tag etwa 80 – 120 Liter Wasser. Bei der Milchkuhhaltung steht die Milchproduktion im Vordergrund. Milchkuhherden sind generell entspannt, da sie Menschen und Körpernähe vom Melken gewohnt sind. Sie sind sehr pflegeintensiv und werden mittlerweile auf der Alm öfters durch Jungvieh ersetzt. Bei der Mutterkuhhaltung dient die Kuh ausschließlich zur Aufzucht ihres Kalbes und wird nicht gemolken. Besondere Vorsicht ist bei einer Mutterkuhherde geboten, da sie ihrem Beschützerinstinkt folgen und ihren Nachwuchs gegen jede potentielle Gefahr verteidigen.

Je nach Alter und Geschlecht wird das Rindvieh unterschieden:

Weibliche Tiere:

  • Kalb (bayerisch Kaiwe): Noch nicht geschlechtsreif und etwa ½ Jahr alt
  • Kalbin/Ferse (bayerisch Koim): Geschlechtsreifes Rind vor dem ersten Abkalben
  • Kuh: Weibliches Hausrind, nach dem ersten Kalben einer Kalbin
  • Milchkuh: Zur Milch- oder/und Fleischgewinnung

Männliche Tiere:

  • Stier
  • Ochse: Kastrierter Stier

Rosenkranz

Früher trafen sich die Sennerinnen und Senner einmal in der Woche, um gemeinsam den Rosenkranz zu beten.

Rücksicht

In den Bergen heißt es Rücksicht nehmen auf Tiere, Pflanzen und schwächere Wanderer.