T wie Tiere

Tagesablauf und Trinkwasser...

Tagesablauf auf einer Alm mit Kühen

"Ich stehe um 5.30 Uhr auf. Die Kühe kommen im Frühsommer dann schon gemächlich zur Alm, weil sie gemolken werden wollen und im Stall Ruhe haben vor der Hitze und den lästigen Bremsen. Putzen entfällt, weil im Sommer durch den Weidegang die Tiere erst gar nicht dreckig werden. Um 7 Uhr gibt es dann Frühstück, bei schönem Wetter vor der Hütte,wo es um diese Zeit noch schön ruhig ist.Wenn nicht gekäst wird, muss die Milch an die Queralpenstraße gebracht werden, wo sie von einem Sammelwagen abtransportiert wird. Zurück an der Alm, werden die Kühe nach ihrer Ruhepause zum Grasen auf die Almweide gelassen. Dann wird der Stall ausgemistet und das Milchgeschirr und der Milchtank gereingt. Wenn es ruhiger ist, kommen die Kälbchen raus, um sie an den Weidegang zu gewöhnen und das Grasen zu lernen. Dann muss ich nach den Kalbinnen sehen, die im Sommer nicht in den Stall kommen. Das beansprucht Zeit bis ich die ca. 80 Tiere, die auf der ganzen Fläche verteilt sind, gesehen habe, und sicher bin, dass alle in Ordnung sind. Mittlerweile ist es Mittag. Ich habe ein wenig Ruhe und mache mir was zu Essen. An den Tagen, an denen ich Käse mache, muss ich diesen zwischendurch immer wieder bearbeiten. Nachmittags kann man sich um die Almhütte kümmern, Zäune reparieren oder schwenden, d.h. die Almweiden von Unkraut und Stauden freimachen. Gegen 16 Uhr sind die Kühe zu holen, da kommen sie nicht von selbst, die Stallarbeit ist dann dieselbe wie in der Früh, und gegen 18 Uhr ist dann Feierabend." -Kathi Kern, Almerlebnisbäuerin auf der Schweinsteigeralm-

Tiere auf der Alm

Die Almen werden überwiegend als Weide für Kühe, Jungrinder und Ochsen genutzt, aber auch für Pferde, Schafe und Ziegen. Pferde werden „Almputzer“ genannt, da sie auch Hartgräser fressen. 

  • Großvieh: Pferde und Rinder
  • Jungvieh: Diese Tiere geben noch keine Milch und waren noch nicht trächtig. Sie sind neugierig, oftmals übermütig und kommen Menschen gerne entgegen. Beim Kontakt kann es zum Erschrecken, verbunden mit unkontrollierten Bewegungen kommen.
  • Galtvieh: Alle Tiere auf der Alm, die aus verschiedenen Gründen nicht gemolken werden.

Trinkwasser

Wanderer sollten immer genügend Getränke für die Tour mitnehmen, da eine Alm unvorhergesehener Weise geschlossen sein kann. Die Viehtränken haben keine Trinkwasserqualität. Das Wasser am Almbrunnen wird immer auf eigene Verantwortung getrunken.