Innradweg von Maloja nach Passau (Ost-Variante)

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Der Innradweg von Maloja bis Passau führt vom Engadin über Tirol bis Bayern und Oberösterreich. Hier wird die Gesamtstrecke mit der oberbayerischen Etappe Kufstein - Wasserburg am Ostufer des Inns vorgestellt. Im weiteren Verlauf führt der Inn bei Mühldorf, Ering und Reichersberg ebenfalls am Ostufer vorbei.

Bitte beachten: die Murnbrücke bei Untermühle (Gemeinde Griesstätt) ist gesperrt.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

Maloja (CH)

Zielpunkt der Tour:

Passau (D)

Beschreibung

Die landschaftlichen Gegensätze entlang des schönen Flusses machen die Radtour zu einem ganz besonderen Naturerlebnis. Im Engadin verlässt der Inn als Bergbach den Lunghiner See. Seinem Verlauf folgend können Radwanderer bizarre Felsengebirge, weite Hochebenen und Seen bewundern. Die Region hat jedoch nicht nur Natur, sondern auch bekannte touristische Zentren wie St. Moritz, Pontresina oder Scuol zu bieten.

In Tirol fließt der Inn streckenweise noch so wild dahin, wie es die schroffen Berggipfel sind, die seinen Weg begleiten. So abwechslungsreich wie die Landschaft präsentieren sich auch die Tiroler Städte: Hall, Schwaz, Rattenberg oder die Landeshauptstadt Innsbruck machen die naturnahe Radtour auch zu einem kulturellen Erlebnis.

Im oberbayerischen Voralpenland nimmt der Inn Abschied von den Alpen und fließt nun durch Hügellandschaft. In Bayern verläuft der Innradweg unter anderem durch das fast wie auf einer Insel gelegene Wasserburg und durch Altötting, dem sehenswerten Zentrum religiöser Tradition. In Burghausen kann die längste Burganlage Europas bewundert werden. In Bad Füssing gibt es moderne Thermalbad-Anlagen und die alte Bischofsstadt Passau beeindruckt durch eine Vielzahl von Kulturdenkmälern. Durch geringe Steigungen ist dieser Wegabschnitt besonders für Familien geeignet.

Nicht zuletzt gelangen Inn-Radler auch nach Oberösterreich, das als „Österreich im Kleinen gilt“, weil es alle Schönheiten der Alpenrepublik in sich vereint. Die hübschen Städte und Dörfer der Region wie etwa Braunau, Obernberg oder Schärding lassen den Radurlaub zur perfekten Erholung werden.

 

Länge und Beschaffenheit des Innradweges

Der Innradweg von Maloja bis Passau ist rund 530 Kilometer lang. Die Strecke verläuft großteils auf eigenen Radwegen, Güterwegen, Nebenstraßen oder relativ wenig befahrenen Hauptstraßen. Auf Teilabschnitten müssen auch stärker befahrene Straßen benutzt werden, beispielsweise an der Grenze zwischen der Schweiz und Österreich und bei einigen Ortsdurchfahrten.

Der Innradweg ist nicht durchgehend asphaltiert, sondern verläuft auf längeren Teilstücken auch auf Schotterwegen. Deshalb sind Tourenräder, Trekking- oder Mountainbikes für die Befahrung empfehlenswert. Zwischen Maloja und Landeck und teilweise zwischen Landeck und Innsbruck sind auch einige stärkere Steigungen zu bewältigen. Zwischen Innsbruck und Passau gibt es nur vereinzelt starke Steigungen.

Beschilderung

Der Innradweg ist großteils, jedoch nicht komplett durchgehend beschildert. Zwischen St. Moritz und Martina sind Schilder der Radroute 6, der Graubünden Route, vorhanden. Ab dem Tiroler Teil der Radweg-Strecke sind „Inntal-Radweg“-Schilder angebracht. In Bayern und Oberösterreich sind Schilder mit grünen Symbol-Figuren auf weißem Untergrund sowie Tafeln mit der Aufschrift „Naturerlebnisweg Unterer Inn“ aufgestellt.

Wegbeschreibung

  • In Niederndorf ist die barocke Pfarrkirche St. Georg von 1685 sehenswert. Erl ist vor allem als Passionsspielort bekannt.
  • Die ersten Stationen auf bayerischem Boden sind die schönen Luftkurorte Kiefersfelden und Oberaudorf sowie Flintsbach mit der Burgruine Falkenstein.
  • Von Brannenburg aus fährt eine Zahnradbahn auf den 1838 Meter hohen Wendelstein, mit herrlichem Ausblick. Sehenswert ist auch das Schloss mit seinem schönen Park.
  • Im Kirchwald oberhalb von Nussdorf befindet sich nahe der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung eine Einsiedelei.
  • In Neubeuern sind der Marktplatz und das weithin sichtbare Schloss bemerkenswert.
  • Salzhandel und Inn-Schifffahrt bestimmten die wirtschaftliche Entwicklung von Rosenheim, das schon zur Römerzeit ein wichtiger Knotenpunkt für die damaligen Verkehrswege war. Als Innhafen des Klosters Tegernsee hatte die Stadt dann neben einer Zollstätte und einem Mauthaus auch drei Länden aufzuweisen. Im Holztechnischen Museum wird die Tradition Rosenheims als Schulstadt für Holztechnik präsentiert, die ihre Wurzeln in den Holz-Transporten auf dem Inn hat. Empfehlenswert ist ein Bummel durch die Fußgängerzone am Max-Josephs-Platz, mit den von südländischem Baustil geprägten, typischen Innstadthäusern mit Laubengängen und -höfen. Im Mittertor aus dem 14. Jh., dem einzigen erhaltenen Stadttor, ist das Heimatmuseum untergebracht. Es zeigt eine kulturgeschichtliche Sammlung aus der Region und Exponate zur Innschifffahrt. Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus steht am Übergang vom Max-Josephs-Platz zum Ludwigsplatz. Im Ausstellungszentrum Lokschuppen, einer ehemaligen Bahn-Remise, finden international bedeutende Kunstpräsentationen statt. Der Salingarten, ein Skulpturenpark mit Werken einheimischer Künstler, befindet sich direkt bei der modernen Rosenheimer Stadthalle. Seinen blumigen Namen verdankt der Ort übrigens den Grafen von Wasserburg, die eine Rose in ihrem Wappen führten und im heutigen Rosenheim einen Burgsitz hatten.
  • Die besonders eindrucksvoll gelegene Stadt Wasserburg wurde auf einer Halbinsel inmitten einer spektakulären Fluss-Schleife errichtet und am anderen Ufer erheben sich Steilwände. Die prächtigen Patrizierhäuser und die ursprünglich im 12. Jahrhundert entstandene Burg in der sehr sehenswerten Altstadt zeugen von der historischen Bedeutung Wasserburgs. Die Gemeinde hat sich einst von einer kleinen Fischersiedlung zum Innhafen des Münchner Hofes und zur Salzhandelsstadt entwickelt. Die günstige Lage an einem Kreuzungspunkt zwischen einem Land- und einem Wasserweg war dabei von entscheidender Bedeutung. Empfehlenswert ist auch ein Besuch des Museums Wasserburg, des historischen Rathaussaals und des spätgotischen Heimathauses mit seiner Sammlung zur Kunst- und Kulturgeschichte sowie zu den Themen Schiffbau und Schifffahrt am Inn. Ein Spazierweg an der inneren Innschleife führt an verschiedenen modernen Skulpturen vorbei.

Ausrüstung

  • Sonnenschutz für Haut und Kopf ist der unverzichtbare Begleiter auf längeren Radtouren.
  • Ein Erste-Hilfe-Set, Luftpumpe und Ersatzschlauch sollten nie fehlen.
  • Unterwegs genügend trinken und an einen Notfall-Müsliriegel denken.
  • Kleidung sollte nach dem Zwiebelprinzip gewechselt werden können und atmungsaktiv sein. Wind- und Regenschutz ist wichtig!
  • Fahrradhelm und Sonnenbrille ist zu empfehlen.

Weitere Sicherheitshinweise und Ratschläge zur passenden Ausrüstung für Ihre Radtour finden Sie in unseren Fahrradtipps.

Sicherheitshinweise

  • Überprüfen Sie vor dem Start immer die Lichtanlage, Bremsen, Reifen und Reflektoren Ihres Fahrrades!
  • Tragen Sie bei schlechter Sicht (Dämmerung, Dunkelheit, Nebel, etc.) helle, reflektierende Kleidung. Alternativ: Weste oder Fußbänder mit Reflektorstreifen.
  • Besonders im Herbst und Winter kann am Boden liegendes Laub mögliche Unebenheiten, Wurzeln, Steine oder Löcher im Weg verdecken.
  • Bringen Sie am Fahrrad Ihrer Kinder zusätzlich hohe Fahrradwimpel an, damit auch die kleinsten Fahrer im Straßenverkehr gut wahrgenommen werden.
Schwierigkeit mittel
Länge557,26 km
Aufstieg 3312 m
Abstieg 4790 m
Dauer 46,00 h
Niedrigster Punkt294 m
Höchster Punkt1833 m
Eigenschaften:

Einkehrmöglichkeit familienfreundlich

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GPS-Track

Weitere Infos

Weitere Ausflugsziele in der Region vom offiziellem Tourismusverband Chiemsee-Alpenland >>

Radwegkarte gesamt (pdf)

Weitere Informationen zur Gesamtstrecke: www.innradweg.com

Quelle

Chiemsee-Alpenland Tourismus

Autor

Hedwig Fuchs