Wandern zwischen Chiemsee und Simssee

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Überwältigende Ausblick geneißen und sehenswerte Kirchen entdecken...

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

Greimharting

Zielpunkt der Tour:

Bad Endorf

Beschreibung

Unsere Tour beginnt in Greimharting, das heute etwas abgelegen ist. Das war nicht immer so: Früher befand sich das Dorf an einem alten Handelsweg zwischen Bernau am Chiemsee und Hemhof bei Schloss Hartmannsberg, weshalb hier im 12. Jahrhundert auch die Burg der Greimhartinger stand, deren riesige Steinquader heute noch an der Außenmauer der Kirche zu sehen sind. Alljährlich findet immer noch der traditionelle Leonhardiritt statt, in dessen Mittelpunkt die um 1520 geschnitzte Figur des heiligen Leonhard steht, der bei Erkrankungen des Viehs angerufen wurde. Beim alten Schulhaus , heute Kindergarten, steht eine mächtige Eiche und der Gebirgsblick vom Friedhof aus ist einmalig schön.

Wegbeschreibung

Vor dem Kirchenportal stehend wenden wir uns nach links und gehen zur Hauptstraße vor, die wir überqueren und der wir nach rechts folgen, bis ein Wanderweg (Wegweiser Naturweg) links beginnt. Wir wandern an einem kleinen Bächlein entlang, das von Eschen und Erlen gesäumt wird, überqueren es und steigen dann auf einem Pfad steil nach Osterhofen hinauf. Eine Aussichtsbank gewährt einen schönen Blick auf Chiemsee und Berge. Es geht weiter bergauf, bis wir zu einer Straße kommen, der wir rechts folgen und von der aus sich unser Blick weitet. Hier ist es so schön, dass wir unbedingt an dem Brotzeitplatz verweilen sollten. Wieder begegnet uns St. Leonhard, diesmal gemalt von dem zeitgenössischen Maler Konrad Huber aus Prien.

Wir wandern weiter nach Dirnsberg mit einem sehenswerten Itakerhof und dann geradeaus weiter nach Hötzelsberg. Hier zweigt links ein Bergpfad ab, der steil zum Simssee hinunterführt (gelbe Markierung). In Antwort überqueren wir die Dorfstraße und wandern nach rechts zum kleinen Flecken Mauerkirchen hinauf. Die spitztürmige gotische Kirche wurde um 1500 vom Kloster Frauenchiemsee in Auftrag gegeben, auch der Bundwerkstadel unterhalb der Kirche ist sehenswert.

Wir wandern wieder nach Antwort zurück. Das kleine Dörfchen mit dem barocken Zwiebelturm verdankt seinen Namen einem Stauwehr und war um 1700 eine berühmte Marienwallfahrt, weshalb die Kirche auch von großen Künstlern gestaltet wurde: Der Baumeister Sciasca kam aus Graubünden, die Deckengemälde stammen vom Tiroler Maler Mölck und die Rokokoausstattung besorgten Münchener Stukkateure. Bezahlt wurde dies alles vom Kloster Herrenchiemsee, zu dem Antwort einst gehörte.

Weiter geht es ein kurzes Stück auf der Ströbinger Straße, bis links ein Wanderweg abbiegt, der uns über Kurf zum Kurzentrum und zum Bahnhof in Bad Endorf bringt. 1860 brachte die Eisenbahn Leben in das verschlafene Dorf, 1977 hatte die zufällige Entdeckung der Thermalquelle denselben Effekt. Eine Mineralölfirma bohrte nach Erdgas und Erdöl und fand heißes Wasser, das mit 90 Grad aus der Erde schoss und 47 Gramm Jodid pro Liter enthielt. Damit war Bad Endorf geboren. Etwa zehn Minuten entlang der Hauptstraße sind es zur Jakobuskirche, die 1964 umfassend modernisiert wurde, wodurch die wertvollen Plastiken aus der Gründerzeit sehr schön zur Geltung kommen.

Ausrüstung

  • Tragen Sie stets witterungsangepasste, zweckmäßige Kleidung, die Sie vor Kälte und Nässe bzw. Hitze und Sonne schützt.
  • Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit mit auf die Wanderung.
  • Sonnenschutz für Haut und Kopf ist der unverzichtbare Begleiter auf Wanderungen im Sommer.
  • Ein Handy für den Notfall schadet zusätzlich nicht!

Weitere Sicherheitshinweise und Ratschläge zur passenden Ausrüstung fürs Wandern und Bergsteigen finden Sie in unseren Wandertipps.

Sicherheitshinweise

  • Planen Sie bei längeren Etappen ausreichend Pausen ein und gehen Sie sparsam mit Ihren Kräften um.
  • Bitte ziehen Sie dem Weg entsprechend angemessene Wanderschuhe an, welche Ihnen ausreichend Halt auch auf unebenen und steilen bzw. felsigen Wegen geben.
  • Besonders im Herbst ist darauf zu achten, dass am Boden liegendes Laub mögliche Unebenheiten, Wurzeln, Steine oder Löcher im Weg verdecken kann.

Anfahrt

Autobahn A8 - Ausfahrt 106 Bernau am Chiemsee. Weiter in Richtung Prien und Rimsting. In Rimsting links abbiegen nach Greimharting.

Parken

Im Ort Greimharting.
Schwierigkeit leicht
Länge8,63 km
Aufstieg 184 m
Abstieg 234 m
Dauer 3,00 h
Niedrigster Punkt479 m
Höchster Punkt681 m
Eigenschaften:

Einkehrmöglichkeit familienfreundlich

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Weitere Infos

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Quelle

Chiemsee-Alpenland Tourismus

Autor

Gerhard Märkl

Literatur

"Wanderungen im nördlichen Chiemgau mit Anschluss zum Bürgerbus Chiemsee" aus der Broschürenreihe "Natur.Erlebnis.Chiemsee" unter dem Dach der Chiemseeagenda