Bettelhochzeit

Fast vergessen - Der närrische Ringtausch auf dem Misthaufen zur Faschingszeit…

Seit mittlerweile über 100 Jahren wird in einigen bayerischen Dörfern zur Faschingszeit auf ganz besondere Art und Weise geheiratet. In einer schon lange zuvor geplanten Zeremonie geben sich zwei möglichst gegensätzliche Männer auf einem Misthaufen das Jawort. Früher feierten all diejenigen, die sich keinen Besuch auf einem echten Faschingsball leisten konnten, gemeinsam eine solche Bettelhochzeit. Heute werden dafür üblicherweise zwei Männer auserkoren, die in ihrem Aussehen möglichst verschieden sind, und auf einem Misthaufen für die restliche Faschingszeit vermählt. Jeder Besucher kann bei diesem Spektakel eine feste Rolle einnehmen. Ob Pfarrer, Trauzeuge, Bürgermeister, Verwandter oder Verflossener, je verrückter besetzt, desto größer der Spaß. Vom Ablauf her ist die Bettelhochzeit ähnlich wie eine herkömmliche kirchliche Hochzeit. Sie beginnt traditionell mit einem Hochzeitszug, geht über in eine herzerwärmende Trauungszeremonie mit möglichst närrischen Ansprachen und endet in einer abschließenden Hochzeitsfeier.

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