Maibaumfest

Den Maibaumkult gibt es mindestens schon seit dem 13. Jahrhundert, wenn nicht sogar länger…

Wissenswertes zum Maibaum

  • Für den Maibaum wird ein möglichst gerade gewachsener Baum verwendet, der mindestens dreißig Meter hoch ist.
  • Als Maibäume werden häufig Birken benutzt. Der Maibaum besteht nicht aus dem kompletten Baum, sondern nur aus dem Baumstamm. Vor dem Aufstellen wird dieser komplett von Ästen und Rinde befreit.
  • Der Baumstamm wird in einem Maibaumhalter befestigt und anschließend geschmückt. Der Maibaumschmuck kann von Gemeinde zu Gemeinde ganz unterschiedlich sein. In der Regel ist der Maibaum in Anlehnung an die bayerische Fahne blau-weiß. Er wird mit Bändern und Girlanden in unterschiedlichen Farben sowie mit Wappen, Emblemen und Maibildchen verziert.
  • Woher der Brauch stammt, ist nicht genau überliefert. Jedoch ist bekannt, dass der Maibaum ein Symbol für Frühling und Fruchtbarkeit ist.
  • Immer schon inspirierten Maibäume die Verliebten zu Liebeserklärungen und Heiratsanträgen. Auch heute noch stellen einige junge Burschen in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai kleinere Maibäume vor das Fenster ihrer Angebeteten, um nach altem Brauch ihrer Zuneigung Ausdruck zu verleihen.
  • Ein Maibaum steht mindestens ein Jahr, aus Sicherheitsgründen jedoch maximal fünf Jahre.
  • Ein Baum wiegt oft mehrere Tonnen. Dennoch werden die Maibäume auch heute noch üblicherweise von Hand mit Hilfe von sogenannten „Schwaiberln“ aufgestellt. Das Maibaumaufstellen wird meist von eigens für diesen Anlass gegründeten Maiclubs, Maivereinen oder Maigesellschaften übernommen.
  • Zwischen benachbarten Dörfern ist es nicht unüblich, sich gegenseitig den Maibaum während einer Nacht und Nebelaktion zu klauen. Nach einer erfolgreichen Diebestour, muss das beklaute Dorf seinen Baum mit Bier und Brotzeit wieder auslösen.

Das Maibaumaufstellen und Maibaumfest

Das Maibaumaufstellen ist in ganz Bayern ein weit verbreiteter Maibrauch. Das Brauchtum erfreut sich einer jahrhundertealten Tradition, die mindestens auf das 13. Jahrhundert zurückgeht und nach wie vor ein fester Bestandteil der bayerischen Volkskultur ist. Das Maibaumaufstellen erfolgt in der Regel vor dem kalendarischen Maibeginn. In vielen bayerischen Regionen ist das Maibaumaufstellen eine öffentliche Veranstaltung, zu dem die Maibaumburschen am Vortag des Maifeiertages am 1. Mai auf dem zentralen Dorf- oder Marktplatz zusammenkommen.

In Bayern ist die Maibaumaufstellung üblicherweise mit einem Maibaumfest verbunden, bei dem der Auftritt von Volkstanzgruppen und das Singen von traditionellen Mailiedern nicht ausbleiben dürfen. Bei Musik und Maitanz wird bis spät in die Mainacht hinein gefeiert. Die Hauptattraktion bei so manchem Maifest ist ein ganz spezieller Maibrauch, das sogenannte Maibaumsteigen. Waghalsige Teilnehmer versuchen in möglichst kurzer Zeit den Maibaum zu erklimmen. Bestimmte Maibräuche dienen vornehmlich auch dazu, junge Damen und Herren einander näher zu bringen und aus ihnen glückliche Maipaare zu machen. Den bekanntesten Maibrauch stellt in diesem Zusammenhang wohl das Mailehen dar. Es handelt sich hierbei um eine inszenierte Maifrauenversteigerung. Ein zuvor im Dorf gewählter Maikönig gibt ledige Mädchen im heiratsfähigen Alter als Maibräute zur Versteigerung frei. Nachdem ein Maibursche eine Maibraut ersteigert hat, darf er diese beim Fest offiziell zum Tanz führen.

Wenn Feste gefeiert werden, dürfen natürlich traditionelle Speisen und Getränke, die tief in der Alltagskultur verwurzelt sind, nicht fehlen. Ein kulinarischer Leckerbissen ist dabei die Maischolle. Zu den bekannten Maigetränken gehören unter anderem der Maibock und die Maibowle, die sich aus saisonalen Maikräutern zusammensetzt.

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