Salzstädte Rosenheim und Wasserburg am Inn

Das weiße Gold hat die Region Chiemsee-Alpenland sehr geprägt..

Salzstadt Rosenheim

Anfang des 19. Jahrhunderts begann man mit dem Bau der Saline in Rosenheim, im August 1810 floss zum ersten Mal Sole in die Sudpfannen der Saline Rosenheim.Im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden verschiedenste Umbauarbeiten am Salinenhaus durchgeführt und eine Soleleitung zwischen Rosenheim und Bad Reichenhall wurde von Georg von Reichenbach errichtet. Die Produktion wuchs stetig und es verließen circa 23.000 Tonnen Salz jährlich die Saline Rosenheim. 1910 entschied man aufgrund wachsenden Konkurrenzdrucks die Modernisierungsmaßnahmen konzentriert in die Saline Bad Reichenhall fließen zu lassen, so dass die Rosenheimer Saline immer mehr zu einem Zuschussbetrieb wurde. So wurde die Saline Rosenheim zum 1. Juli 1958 aufgelöst, wobei das Inkrafttreten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und damit der zollfreie Import von ausländischem Salz auf den deutschen Markt mit eine Rolle gespielt haben mag.

Zum Salinenradweg von Rosenheim nach Hallein >>

Wasserburg am Inn

Wasserburg am Inn war insbesondere beim Salztransport nach München von Bedeutung. Das Salz wurde zu Land und zu Wasser transportiert und so wurde ganz Bayern mit dem weißen Gold versorgt. Die sogenannte "Obere Salzstraße" verlief durch salzburgerisches Gebiet über Wasserburg am Inn bis hin nach München und Salzburg.