Gerald Schölzel ist der neue Leiter von Kloster Seeon

März 2016 - Interview

Im Herbst letzten Jahres hat Gerald Schölzel die Leitung des Kultur- und Bildungszentrums Kloster Seeon übernommen. Geboren in Bad Kissingen, absolvierte er eine Lehre als Hotelfachmann imJodquellenhof Alpamare. Nach verschiedenen beruflichen Stationen hat Gerald Schölzel zuletzt viele Jahre das Lufthansa Training & Conference Center im hessischen Seeheim erfolgreich geleitet.

Herr Schölzel, Sie haben einst in Bad Tölz Ihre Lehre gemacht. Jetzt sind Sie wieder zurück in Oberbayern. Haben Sie sich schon gut eingelebt?

Gerald Schölzel:

Der Kontakt zu Oberbayern war nie ganz abgebrochen. Ich habe Kollegen und Freunde in der Region, die sich nun mit mir freuen, dass ich wieder in ihrer Nähe bin. Von den Mitarbeitern Kloster Seeons, unseren Geschäftspartnern und den vielen netten Menschen, denen ich bisher begegnen durfte, fühle ich mich herzlichst willkommen. Vielen Dank dafür - das habe ich auch schon anders erlebt.

Sie haben zuletzt ein Kongresszentrum mit dazugehörigem Hotel mit fast 500 Zimmern geleitet. Wie war für Sie der Wechsel nach Seeon?

Gerald Schölzel:

Bei meinem letzten Projekt ging der Weg in die Zukunft nur über einen Abriss und Neubau der Bestandsimmobilie. Wir konnten somit in der Planungsphase alles definieren, wie wir es für richtig hielten. Bei einer historischen Immobilie wie Kloster Seeon geht das natürlich nicht - und das ist auch gut so. Hier müssen wir andere Wege finden, um dieses Tagungshotel mit seinem kulturellen Auftrag behutsam weiterzuentwickeln. Die Aufgabenstellung ist also grundsätzlich vergleichbar - es gelten jedoch andere Prämissen.

Welchen Herausforderungen sehen Sie sich in Ihrer neuen Stelle gegenübergestellt?

Gerald Schölzel:

Es gilt, die Anforderungen und Erwartungen der Stakeholder aus Politik, des regionalen Tourismus und der Behörden mit den Wünsche und Vorgaben eines sich ständig und rasant verändernden Gästeverhaltens in Einklang zu bringen. Dies bedeutet, dass man nicht zu viel Zeit mit Planungen und Abstimmungen verbringen darf, sondern zügig zu mutigen Entscheidungen kommt und schneller mit der Umsetzung von notwendigen Maßnahmen beginnt. Sonst bestraft dies der Markt.

Welche Zielgruppen wollen Sie ansprechen? Was macht Kloster Seeon so einzigartig?

Gerald Schölzel:

Kloster Seeon wurde auf dem Grand Prix der Tagungshotellerie 2016 vor einigen Wochen auf Platz 1 gewählt. Dies bedeutet, dass der MICE Markt dieses Haus sehr gut kennt und wertschätzt. Im touristischen Bereich gibt es allerdings noch Potenzial. Der gesamte Tourismus um den Chiemsee würde wahrscheinlich im Standortmarketing durch dieses besondere Hotel in einem ehemaligen Kloster profitieren können, wenn es in diesem Marktsegment einen höheren Bekanntheitsgrad hätte.

Sind irgendwelche Neuerungen für das Kloster Seeon geplant oder bereits durchgeführt?

Gerald Schölzel:

Der Bezirk Oberbayern hat für Kloster Seeon ein weitsichtiges Zukunftskonzept entwickelt, das uns die nächsten Jahre beschäftigen wird. Hier sind wir gerade in der Feinjustierung und wollen nach der finalen Verabschiedung durch die Gremien die Öffentlichkeit informieren, um danach zügig mit der Realisierung zu beginnen. Bleiben Sie neugierig !

Ihre Ansprechpartnerin für Tagung & Kongress

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