Mariä Himmelfahrt

Im katholischen Glauben wird das älteste Marienfest am 15. August gefeiert...

An Mariä Himmelfahrt wird der einzigartigen Auffahrt Marias in den Himmel gedacht. Erzählungen zufolge sollen die Jünger nach Öffnung ihres Grabes nur noch Rosenblüten und Kräuter vorgefunden haben. Maria, die heilige Mutter Gottes, wurde nach christlichem Glauben gleich nach ihrem Tod mit Körper und Seele im Himmel aufgenommen. Dies wurde zum ersten Mal im Jahr 451 nach Christus in der Ostkirche gefeiert, nachdem sie offiziell als "Gebärin Gottes" anerkannt wurde. Die Westkirche in Rom widmete Maria im 7. Jahrhundert dann den 15. August als Feiertag. Vor 400 Jahren, im Jahr 1616, hat Herzog Maximilian die Gottesmutter Maria zur offziellen Patronin Bayerns ernannt.
Heutzutage wird dieser Tag auch als "Entschlafung Marias" bezeichnet und wird vor allem im katholischen Bayern traditionell gefeiert. Blumen und Kräuter sind das Symbol Marias. Sieben Kräuter sollen die sieben Sakramente und die sieben Schmerzen Marias symbolisieren. Diese werden zu Sträußen zusammengebunden und an Mariä Himmelfahrt in den Gottesdiensten geweiht, danach, nach altem Brauch, in den Häusern und Ställen an der Wand angebracht. Dies soll vor allem der Vorbeugung von Krankheiten dienen.

Die "Frauendreißiger", die 30 Tage nach Mariä Himmelfahrt stehen auch noch heute für die Hochzeit der Marienprozessionen, -gebete und -wallfahrten zu Ehren Marias. Zudem wird am 8. September Marias Geburt und am 12. September Mariä Namen gefeiert. Marienverehrungen sind schon seit langem Tradition in Bayern und sind vor allem in den christlichen Kirchen zu bestaunen. Auch im Marienmonat Mai finden viele Maiandachten statt.

Viele Kirchen der Region tragen den Namen Mariä Himmelfahrt, wie beispielsweise die Pfarr- und Wallfahrtskirchen Tuntenhausen und Halfing, die Pfarrkirche Vagen, die Pfarrkirchen Törwang und Antwort sowie die ehemalige Wallfahrtskirche Hirnsberg.

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