Ihre private Kur - Auf einen Blick

Fahren Sie selbstständig und auf eigene Kosten zur Kur...

Die bayerischen Heilbäder und Kurorte verfügen über vielseitige Pauschalangebote und sind gerne bereit, Ihnen bei der Auswahl behilflich zu sein.

Als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung haben Sie nach wie vor bei medizinischer Notwendigkeit Anspruch auf Heilmittel. Sie können diese wirksamen Behandlungen der modernen Physiotherapie wie beispielsweise Massagen und Krankengymnastik, die in den Heilmittelrichtlinien aufgeführt sind, weiterhin von einem Vertragsarzt verordnet bekommen. Der Vertragsarzt (Kurarzt) am Kurort ist aufgrund seiner besonderen Kenntnis über die ortsgebundenen Heilmittel sowie seiner Anwesenheit besonders geeignet, Sie während Ihres Aufenthalts in dem entsprechenden Heilbad oder Kurort zu betreuen und eine qualifizierte Durchführung der Heilmittelbehandlung zu gewährleisten bzw. diese falls erforderlich zu verändern. Ebenso kann der Arzt bei medizinischer Notwendigkeit Folgerezepte ausstellen. Aber auch ein Vertragsarzt am Heimatort kann grundsätzlich Heilmittel verordnen.

Die maximale Verordnungsmenge beträgt bei Heilmitteln pro Rezept im Regelfall sechs Einheiten pro Behandlung. Therapien und Anzahl der Anwendungen werden grundsätzlich durch den Arzt verordnet und dürfen nur von zugelassenen Therapeuten geleistet werden. Ihr Arzt kann Ihnen bei medizinischer Notwendigkeit nur Heilmittel verordnen, deren therapeutischer Nutzen anerkannt und deren Qualität bei der Leistungserbringung sichergestellt ist.

Welche Heilmittel bei welchen Erkrankungen angewandt werden sollten, ist im sogenannten Heilmittelkatalog erläutert. Dieser Katalog liegt jedem Arzt vor. Der Wortlaut auf dem Überweisungsschein, der von einem Facharzt (z. B. Gynäkologe, Orthopäde, Urologe, Internist usw.) ausgestellt wurde, muss lauten: „An den Allgemeinarzt“ oder „An den Allgemeinmediziner“.

Die Überweisung von Allgemeinarzt zu Allgemeinarzt ist nur zulässig bei Mit und Weiterüberweisung beispielsweise nach Operationen, schwerwiegenden Erkrankungen, Marcumartherapie usw., nicht zum Ausstellen von Heilmittelrezepten! Es können nicht angenommen werden: Überweisungsscheine, die auf „Badearzt“, „Kurarzt“ oder „Arzt am Kurort oder Urlaubsort“ ausgestellt sind, da es sich nicht um eine Facharztrichtung handelt. Vom Heimatarzt ausgestellte Quittungen für die Praxisgebühr sind kein ausreichender Beleg zur Umgehung der Praxisgebühr. Keine Praxisgebühr wird fällig, wenn Sie Ihr behandelnder Kur- oder Badearzt an einen weiteren Arzt überweist.

Bei der Verordnung von Heilmitteln müssen Sie 10 Prozent der Kosten als Zuzahlung tragen. Das ist deutlich günstiger als vor der Gesundheitsreform 2004, als die Zuzahlung bei 15 Prozent lag. Außerdem sind 10 € pro Verordnung/Rezept zu bezahlen.