Stadt/Landkreis Rosenheim (April 2026) – Im Chiemsee-Alpenland finden sich zahlreiche Spuren der rund fünfhundertjährigen römischen Besiedlung. Interaktive Museen, informative Themenwege und spannende Führungen rund um die Römer laden zum Entdecken der regionalen Geschichte ein. „Bonum iter sit!“
Die Römer im Chiemsee-Alpenland
Rund fünfhundert Jahre lang gehörte der Süden Deutschlands zwischen den Alpen und der Donau zum antiken römischen Reich. Der Inn als zentraler Handelsweg und die Militärstraße, die das Chiemsee-Alpenland in Ost-West-Richtung durchquerte, machten die Region rund um Rosenheim in dieser Zeit zu einem wichtigen Verkehrs- und Handelsknotenpunkt. Im Norden Rosenheims entstand eine Brücke über den Inn mit der Siedlung Pons Aeni, am Austritt der Alz am Chiemsee ein Brückenübergang mit der Siedlung Bedaium. Wo einst römische Legionäre marschierten und Händler den Inn entlang reisten, können Besucher heute auf Spurensuche gehen.
Römische Keramik vom Inn und Wagenrennen im Lokschuppen
Im Städtischen Museum Rosenheim bestaunen Gäste in der Römerabteilung Keramik, die ab dem 2. Jahrhundert n. Chr. in der römischen Siedlung Pons Aeni gefertigt wurde. Am 24. April 2026 erfahren die Teilnehmer bei einer geführten Fahrradtour mehr über die Fundplätze nördlich von Rosenheim. Bei der Stadtführung „Findet den Römerschatz“ begeben sich Kinder auf eine Reise durch die Stadtgeschichte. Ein Höhepunkt für Familien ist die neu eröffnete Ausstellung „RÖMER“ im Ausstellungszentrum Lokschuppen in Rosenheim. Multimedial und interaktiv erzählt sie vom Alltag im antiken Rom: Besucher können bis zum 1. August 2027 ihr Können als Wagenlenker beim medialen Rennen im Circus Maximus unter Beweis stellen, eine „echte“ römische Münze prägen oder an der römischen Lego®-Stadt LOCDVNVM mitbauen.
Spuren der Römer am Chiemsee
Wer mehr über die Geschichte der Römer rund um den Chiemsee erfahren will, kann an einer der Römerführungen in Aschau i.Chiemgau und Chieming teilnehmen oder den Rimstinger Römerweg erkunden. Originale Ausgrabungsstücke aus den römischen Siedlungen im Chiemgau sind im Römermuseum BEDAIVM in Seeon-Seebruck zu sehen. Ein besonderes Highlight: Einmal im Monat wird Geschichte lebendig, wenn römische Legionäre und Handwerker der LEG IX HISPANA zu Gast im Museum sind. Im Anschluss lohnt sich eine Erkundung des Archäologischen Rundwegs Seeon-Seebruck mit elf Stationen rund um die keltisch-römische Geschichte der Gegend.
Mit dem Fahrrad auf der Via Julia
Radliebhaber können die Region auf der Via Julia entlang der ehemaligen römischen Militärstraße erkunden, die von Augusta Vindelicorum (Augsburg) nach Iuvavum (Salzburg) führte. Eine Etappe des Fernradwegs führt von Feldkirchen-Westerham über Rosenheim bis zum Chiemsee. Unterwegs entdecken die Radler römische Meilensteine, Grabsteine und Siedlungsreste, während sie vor einem beeindruckenden Alpenpanorama durch kleinere Orte und an Seen entlang fahren.
Ob bei einer interaktiven Ausstellung, einer geführten Zeitreise oder auf dem Fahrrad entlang antiker Militärstraßen – im Chiemsee-Alpenland wird römische Geschichte lebendig.
Weitere Informationen und Angebote rund um die Römer im Chiemsee-Alpenland sind zu finden unter https://www.chiemsee-alpenland.de/entdecken/kunst-kultur-brauchtum/roemerregion. Passende Unterkünfte können unter https://www.chiemsee-alpenland.de/chiemsee/ukv gebucht werden.