Prientalmuseum im Schloss Hohenaschau sonstige Museen

Dokumentation der ehemaligen Herrschaft Hohenaschau und der Zeit der Eisenindustrie im Priental...

Eintritt u. Führung
Erwachsene5 €
Kinder ab 4 Jahre3 €
Familienkarte: 2 (Groß)Eltern + (Enkel)Kinder mit Führung10 €
Familienkarte: 1 (Groß)Elternteil + (Enkel)Kinder mit Führung7 €

Im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts erbauten Konrad und Arnold von Hirnsberg die Burg Hohenaschau als Stützpunkt am Eingang zum Oberen Priental. Bedeutsame Adelsgeschlechter erweiterten den Besitz und bauten das Schloss zum Mittelpunkt des Verwaltungssitzes ihrer Herrschaft aus; mit ihrem Einfluss prägten sie Land und Leute im westlichen Chiemgau.

Bei den Um- und Erweiterungsbauten des Schlosses im Stil der Renaissance (1540 - 1560) und Hochbarock (1672 - 1686) wurden die barocke Schlosskapelle und das ehemalige Benefiziatenhaus, das heutige Prientalmuseum errichtet. Nach weiteren Veränderungen, vor allem von 1905 - 1908 durch Theodor von Cramer-Klett, ging der Besitz an die Bundesrepublik Deutschland (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) über. Diese hat es überwiegend an das Sozialwerk der Bundesfinanzverwaltung als Ferienwohnheim verpachtet.

Das Museum kann von Führungsteilnehmer durch das Schloss Hohenaschau vor oder nach der Führung besichtigt werden. Die erste Etage des Museums ist seit 2009 der aus Nürnberg stammenden Industriellen-Familie Cramer-Klett gewidmet. Im Mittelpunkt stehen Baron Theodor I und II von Cramer-Klett, Vater und Sohn, ihre Familien und ihre Bedeutung für das Priental. Ein eigener Raum ist Baron Ludwig Benedikt von Cramer-Klett (1906 – 1985) gewidmet. Der Schwerpunkt der Darstellung seines Wirkens liegt auf den Themen Jagd, Schriftstellerei und Trachtenbewegung. Sein Sohn, Baron Rasso, überließ dem Heimat- und Geschichtsverein hierzu eine Reihe wertvoller aussagekräftiger Originale. Im Erdgeschoss des Museums zeigt der Heimat- und Geschichtsverein die über drei Jahrhunderte währende Geschichte der Eisenindustrie (Mitte 16. bis Ende 19. Jahrhundert) dieser Region.

Führungsablauf

Die Besucher betreten durch das "Untere Tor" (1561) die Burg und folgen der Wehranlage(Bastei) bis zur Kasse im Prientalmuseum. Dort sind die Karten zu lösen. Hier werden die Besucher vom Führer abgeholt und erreichen durch das "Mittlere Tor" den Kapellenhof. Die Kirche gehört der Familie von Cramer-Klett und ist dankenswerter Weise im Rahmen von Führungen zu besichtigen. In der Schlosskapelle "Zur Hlst. Dreifaltigkeit" beginnt die Führung mit einem kurzen Überblick über die Geschichte der Herrschaft Hohenaschau und der Burganlage. Anschließend betreten die Gruppen durch das„Rittertor“ den Innenhofund gehen durch den Eingang im Nordflügel in die historische Ringburg. Der große Gewölbekeller ist der Dokumentation der Herrschaft Hohenaschauvorbehalten. Sie ist in die Themenschwerpunkte Grundherrschaft, Genealogie der Herrschaftsinhaber (Stammbaum) und Gerichtsbarkeit gegliedert. Im Erdgeschoss, dem ältesten Raum auf Hohenaschau (16. Jahrhundert) ist die Baugeschichte der Burgdargestellt. Am Beispiel der drei einschneidendsten Bauphasen unter Pankraz von Freyberg (Mitte 16. Jahrhundert), Graf Johann Max II. von Preysing (1672 - 1687) und Baron Theodor II von Cramer – Klett (1904 – 1908) ist die Entwicklung der alten Wehrburg zum Wohnschloss nachgezeichnet. Zeitgenössisch gekleidete Figuren und die große Reproduktion einer adeligen Tafelrunde (um 1720) stimmen die Besucher auf den barocken Laubensaal ("Lauberhütte") ein. Diese in den Jahren 1683 - 1685 rundum bemalte "Tafelstube" ist eine der überregional bedeutsamen kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten. Die Wandmalerei basiert auf aus Italien stammenden Stichvorlagen aus den 80er Jahren des 17. Jahrhundert, auf denen Stadtteile, Palastanlagen, Gärten und Parks, mit szenischen Darstellungen aus dem barocken Rom dargestellt sind.
Vom Laubensaal aus überqueren die Besucher den Innenhof und gelangen über das neubarocke "Prunktreppenhaus" ins Obergeschoss des Südflügels zu den von italienischen Stuckateuren ausgestatteten Preysingsälen (1680 - 1686). In der vom Erbauer beabsichtigten Reihenfolge sehen die Besucher den 1. und 2. Vorsaal und schließlich den barocken Preysing- oder Ahnensaal. Über den ältesten Teil der Burg, den Bergfried (ursprünglich Ende 12. Jahrhundert), wird die historische Ringburg verlassen.

Prientalmuseum

Die Führungsteilnehmer haben vor oder nach der Führung Gelegenheit im Prientalmuseum zwei weitere Schwerpunkte der Hohenaschauer Vergangenheit zu besichtigen:
Die Dokumentation der Eisenverarbeitung und die Geschichte der Familie Cramer-Klett. Die erste Etage des Museums ist seit 2009 der aus Nürnberg stammenden Industriellen-Familie Cramer-Klett gewidmet. Im Mittelpunkt stehen Baron Theodor I und II von Cramer-Klett, Vater und Sohn, ihre Familien und ihre Bedeutung für das Priental. Ein eigener Raum ist Baron Ludwig Benedikt von Cramer-Klett (1906 – 1985) gewidmet. Der Schwerpunkt der Darstellung seines Wirkens liegt auf den Themen Jagd, Schriftstellerei und Trachtenbewegung. Sein Sohn, Baron Rasso, überließ dem Heimat- und Geschichtsverein hierzu eine Reihe wertvoller aussagekräftiger Originale.
Im Erdgeschoss des Museums zeigt der Heimat- und Geschichtsverein die über drei Jahrhunderte währende Geschichte der Eisenindustrie (Mitte 16. bis Ende 19. Jahrhundert) dieser Region, deren Gestaltung 2010 dem aktuellen Konzept angepasst werden konnte.

Kinderführungen auf Schloss Hohenaschau "Wilde Ritter – freche Feen"

Sich in die Zeit der Ritter, Burgfräulein und Feen versetzen - dabei erleben die Kinder Schloss Hohenaschau einmal auf eine besonders unterhaltsame Weise und erfahren vieles über ihre vergangenen Besitzer.

Vom Treffpunkt am Parkplatz Festhalle beginnt die Burgberg-Besteigung hinauf zum Schloss Hohenaschau. Erzählt wird besonderes über das Burgtor, die Eisenindustrie und Schloss Hohenaschau. Das Verkleiden mit Ritterhelm und Feen-Tuch, das Erleben verschiedener Mitmachstationen, Lanzenspiel bis hin zum Eintrag in das "Goldene-Kinderbuch" werden sicher zur besonderen Beliebtheit bei den Teilnehmern.

Öffnungszeiten

Das Prientalmuseum mit dem angegliederten Burgladerl ist grundsätzlich zu den Schlossführungszeiten geöffnet.
Weitere Informationen finden Sie hier>>

Kontakt

Prientalmuseum im Schloss Hohenaschau
Schloßbergstr. 1
83229 Aschau i.Chiemgau

Telefon +49 (0)8052/956640

info@aschau.de

www.aschau.de


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