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Historisches Museum

Ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift auf Herrenchiemsee

Augustiner Chorherrenstift,  83256 Herrenchiemsee

Das Chorherrenstift zählt zu den ältesten Klostergründungen in Bayern und ist heutzutage ein historisches Museum im barocken Baustil. 

Beschreibung

Augustiner-Chorherrenstift

Das Augustiner-Chorherrenstift ist heutzutage ein historisches Museum, doch ursprünglich ein Kloster der Augustinermönche. Um 1130 errichtete Erzbischof Konrad von Salzburg das Augustiner-Chorherrenstift auf dem Platz einer Benediktinerabtei aus dem 8. Jahrhundert. Die Augustiner Chorherren prägten lange Zeit die Insel und gaben ihm auch den Namen Herreninsel.

Bis zur Säkularisation 1803 war das Kloster als eines der ältesten Kloster nördlich der Alpen in Betrieb. Danach wurde das Gebäude zum repräsentativen Wohnsitz für den neuen Besitzer Alois von Fleckinger umgebaut, der hier anstelle des Kosterdoms eine Brauerei errichten ließ.  

1873 kaufte König Ludwig II. die Insel und ließ nebenan das Neue Schloss Herrenchiemsee erbauen. Er richtete im sogenannten Konventstock (Ostflügel) der Klosteranlage seine Privaträume ein und beobachtete über ein Fernrohr von hier aus den Bau seiner neuen Residenz. Daher wird das Chorherrenstift auch als "Altes Schloss" bezeichnet.

Die politische Bedeutung bis heute errang sich das Augustiner-Chorherrenstift in der Nachkriegszeit. Im Speisezimmer konzipierte 1948 der Verfassungskonvent das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Ab 11. August zeigt die neue Dauerausstellung anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee den bedeutenden Augeblick der Geschichte.

"Der Verfassungskonvent dauerte vom 10.-23. August. Er hätte noch länger gedauert, wenn nicht Mücken und das heiße Wetter die Sache beschleunigt hätten." Gerhard Waschin, Gästeführer

Baustil

Die heutigen Klostergebäude auf Herrenchiemsee wurden im Barock errichtet. Vier Flügel umschließen einen großen annähernd rechteckigen Hof mit einem idyllischen Rosengarten. Die Bepflanzung des vor dem Konventstock gelegenen "Platanensaals" mit Blick zur Fraueninsel geht auf das Jahr 1893 zurück.

Drei der Trakte weisen vornehm gestaltete Fassaden auf.

  • Der Konventstock (Ostflügel) mit Sälen und Wohnzellen entstand 1645-1649.
  • Der Bräuhausstock (Westflügel) entstand 1661-1665.
  • Im repräsentativen Fürstenstock mit Prunkräumen (Südflügel), 1700-1716, befanden sich die Klosterküche, Barocksäle sowie Wohnräume für fürstliche Gäste.
  • Mit dem Prälaturstock (Nordflügel) von 1727-1730, wurde der Klosterhof geschlossen.

Sehenswürdigkeiten

  • Privaträume von König Ludwig II., die er während der Bauphase des Neuen Schlosses Herrenchiemsees nutzte.
  • Seit 1998 befindet sich im Konventstock und im Fürstenstock ein modern gestaltetes Museum. Hier werden die Kloster- und Stiftsgeschichte sowie die Tagung zur Vorbereitung der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland (1948) dokumentiert. Neu hinzugekommen sind fünf Gemälde aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die die Herrenchiemseer Dompröbste sowie einen Bischof von Chiemsee zeigen.
  • Höhepunkte sind der barocke Bibliothekssaal (Johann Baptist Zimmermann, 1737-39), die Barocksäle Kaiser- und Gartensaal mit ihren bestens erhaltenen barocken Ausmalung sowie die Hofküche.
  • Neue Dauerausstellung seit 11. August anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Verfassungskonvents auf Herrenchiemsee seine Türen. Sie trägt den Namen "Der Wille zu Freiheit und Demokratie - der Verfassungskonvent von Herrenchiemsee 1948" und befasst sich mit historischen und auch aktuellen Themen zu Demokratie und Verfassung.

Im 2. Stock werden zwei Gemäldeausstellungen präsentiert:

  • Im ehemaligen Prälaturstock ist die Gemäldegalerie Julius Exter mit rund 100 Bildern in neun barocken Räumen untergebracht. Julius Exter (1863-1939) war um 1900 ein wichtiger Vorkämpfer der modernen Malerei in München. Er gehörte zur 1892 gegründeten Secession und galt unter Kollegen als „Farbenfürst“. Die Bilder des avantgardistischen Malers fanden Absatz in ganz Deutschland und vor allem in der Schweiz.
  • In der danebenstehenden Filialkirche St. Maria befindet sich eine wertvolle Kassettendecke aus dem 17. Jahrhundert. Die Baurelikte der ehemaligen barocken Stiftskirche St. Sixtus und St. Sebastian, auch Inseldom genannt, sind wieder zugänglich und mit einer Führung zu besichtigen..

Öffnungszeiten

Die Besichtigungsobjekte auf der Herreninsel sind täglich geöffnet. Geschlossen ist lediglich an folgenden Tagen:
1. Januar, Faschingsdienstag, 24., 25. und 31. Dezember.

Die Öffnungszeiten orientieren sich an den Schifffahrtszeiten und können ggf. von diesen Angaben abweichen. Bei Vereisung des Chiemsees wird die Schifffahrt eingestellt und die Besichtigungsobjekte sind geschlossen. Aktuelle Öffnungszeiten und Informationen finden Sie unter www.herrenchiemsee.de.

Eintrittspreise

Aktuelle Eintrittspreise finden sie hier.

Besondere Hinweise

Eintrittskarten für alle Museen auf der Insel sind bis zum Vortag online im Ticketshop oder beim Besucherpavillon am Schiffsanleger Herreninsel zu erwerben. Sehenswert ist auch der Klosterhof, den man erreicht, wenn man rechts um das Kloster herumgeht. Im Innenhof sind der Rosengarten und jahrhundertealte Buchsbäume zu bewundern.

Heiraten auf der Herreninsel

Im barocken Bibliothekssaal des Augustiner-Chorherrenstifts (Altes Schloss) auf der Herreninsel können sich Brautleute das Ja-Wort geben.

Tagung auf der Herreninsel

Der barocke Bibliothekssaal des Augustiner-Chorherrenstifts (Altes Schloss) kann für Tagungen, Konzerte etc. bis max. 100 Personen angemietet werden.

Informationen zur Barrierefreiheit

Von August 2013 bis Juli 2016 war das Augustiner Chorherrenstift nach den Kriterien der bundesweiten Kennzeichnung "Reisen für Alle" zertifiziert. Weitere Informationen hier.

Zudem stehen zwei Filme über das Schloss sowie über den Verfassungskonvent in Gebärdensprache zur Verfügung:

Chiemsee-Alpenland Tourismus · Alle Rechte vorbehalten