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Gebirgsschützen

Die Erhaltung der Tracht in Bayern ist insbesondere den Gebirgsschützen zu verdanken.

Einleitung Gebirgsschützen
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© Chiemsee-Alpenland Tourismus

Der Südosten Bayerns ist aufgrund seiner landschaftlichen Ausprägung seit jeher ein beliebtes Durchzugsgebiet. So waren die Alpenpässe nicht nur wichtige Verkehrs- und Handelsknoten, sondern bedeuteten gleichzeitig auch den Durchzug fremder Mächte und Gewalten. Eigenschaften wie Wehrhaftigkeit und Verteidigung des eigenen Lebensraumes sind bei den Alpenbewohnern daher tief ausgeprägt.

Bereits seit über einem halben Jahrtausend stellen sich tapfere Schützen in den Landaufgeboten, Landfahnen und späteren Gebirgsschützen-Kompanien in den Dienst des Heimatschutzes. Somit sind die Gebirgsschützen eine tief verwurzelte bayerische Institution.

Der Begriff „Gebirgsschützen“ geht zurück auf Kurfürst Maximilian IV., der im Jahre 1805 erstmals ein Corps bayerischer Gebirgsschützen organisierte. Die Schützen dienten dabei stets zur Verteidigung der Grenzen und Plätze sowie für die Abwehr feindlicher Überfälle und waren nicht zum aktiven Vorstoß ins Nachbarland bestimmt. Vom Sinn her sind die Gebirgsschützen also weniger als Schießende zu sehen, sondern vielmehr als Schützende von Haus, Hof, Heimat und bayerischem Brauchtum. So sollen auch die von den Gebirgsschützen getragenen historischen Waffen als die Bereitschaft zur Verteidigung der heimatlichen Kulturgüter gesehen werden. Der höchste Festtag ist der Patronatstag, an dem das Patronat ihrer Schutzfrau, der Patrona Bavariae, gefeiert wird. Der Patronatstag findet alljährlich am ersten Sonntag im Mai statt.

Heute halten 47 Kompanien in Bayern die Jahrhunderte alte Tradition der bayerischen Gebirgsschützen am Leben. Darunter befindet sich auch das Bataillon Inn-Chiemgau, das mit inzwischen 17 Kompanien das größte im Bund der bayerischen Gebirgsschützen darstellt. Tragende Säulen der Vereinssatzung sind dabei

  • Pflege der Tradition, insbesondere der bayerischen Sprache,
  • Pflege ideeller Werte, inbesondere staats- und gesellschaftstragende Werte,
  • religiöse Integrität im Sinne einer bayerischen, katholischen Gläubigkeit,
  • Schießübungen und -wettbewerbe zum Erhalt einer natürlichen Wehrhaftigkeit.

Als Montur tragen die Gebirgsschützen ortstypische Trachten, die in ihren jeweiligen Heimatorten historisch überliefert wurden. So ist die Erhaltung und die Pflege der Tracht in Bayern in besonderem Maße auch den Gebirgsschützen zu verdanken. Neben den Schützen sind auch Frauen als Marketenderinnen vertreten. Frührer stand die Verpflegung ihrer Kompanie im Vordergrund. Heute hingegen sorgen sie mit ihren Schnapsfässern vor allem für das leibliche Wohl der Schützen und des ein oder anderen Festgastes. 

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