Filialkirche St. Sixtus und St. Laurentius in Wiechs Kirche

Ein sehenswertes, kostbares Denkmal eines ländlichen, bayerischen Rokokos...

Der Name der Ortschaft "Wiechs" (lat. vicus = Dorf) zeugt von einer langen Vergangenheit des Ortes, die zurückreicht bis in die Zeit des römischen Imperiums. 765 verschenkte der Edle Poapo seinen Besitz zu Wiechs (Uuihse) der Kirche Freising. Dies lässt den Bestand einer Eigenkirche bereits zur damaligen Zeit vermuten.

Ihr heutiges Aussehen als gelungenes Werk heiteren Rokokos hat die Kirche durch den letzten der Hausstätter Baumeister, Hans Thaller, erhalten, der die Kirche (1754-58) im Stil der Zeit umgebaut hatte. Die elegant geformte, gekröpfte Zwiebelhaube, das dezent gegliederte Äußere, die von leichter Hand gestaltete Eingangspforte verlocken zum Eintritt.

Die Kirche ist im Innenraum ein höchst beeindruckendes, hochkünstlerisches Gefüge. Das Langhaus besteht aus drei gekuppelten, von Gurtbögen getrennten Jochen, der Chorraum aus einem größeren Kuppelraum. Der Raum ist in sehr aufwendiger Weise im Stile des Rokoko ausstuckiert. Aus Stuck bestehen auch die Seitenaltäre, die Kanzel, der Hochaltarstirpes und die Emporenbrüstung. Das Besondere an St. Laurentius ist der feine, zart aufgetragene Stuck, der größtenteils noch in der ursprünglichen Farbtönung erhalten ist. Diese selten schöne, reiche und meisterhafte Stuckierung der Decke macht die Kirche so sehenswert. Dem Meister dieses Rokokokleides, Johann Martin Bichler, sind vor allem die beiden kostbaren Seitenaltäre zu verdanken, die in ihrer Konstruktion und Ausgestaltung Seltenheitswert haben. Das Schnitzwerk stammt von Joseph Götsch. Das Altarbild von Sebastian Troger (1761) stellt die Kirchenpatrone Papst Sixtus II. und seinen Diakon Laurentius dar, auf die, nach dem Martyrium, Christus im Himmel wartet und denen Engel den Siegeskranz bringen. Ein Kunstwerk besonderer Schönheit ist die Kanzel, deren dezenter, zierlich bewegter Stuck ist gestaltgewordene Freude am Wort Gottes.

Da Fern- und Radwanderwege, der weltberühmte Jakobsweg, aber auch regionale Wanderwege wie die jährliche Blütenwanderung vorbeiführen, ist dieses Rokoko-Kleinod vielfach besucht. St. Laurentius wurde auch in die Liste der Haager Konvention von 1954 zur Kennzeichnung von geschütztem Kulturgut aufgenommen.

Der Jakobsweg

Der weltberühmte Pilgerweg, der Jakobsweg, passiert diese Kirche. Hier finden Sie eine Beschreibung der Etappe:

Jakobsweg Etappe 17 – Von Au bei Bad Aibling auf alten Saumpfaden ins Inntal >>

Mehr Informationen zum Jakobsweg >>

Kontakt

Kath. Pfarramt Bad Feilnbach
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83075 Bad Feilnbach

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herz-jesu.bad-feilnbach@erzbistum-muenchen.de


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