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Der Namenstag

Früher war der Namenstag ein großer Festtag und wurde wie der Geburtstag gefeiert.

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Der Namenstag selbst dient dem Gedenken an den Heiligen Patron und ist oft der Todestag desselben. Die Verehrung der Heiligen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Zu dieser Zeit stieg bei den Menschen die Bedeutung von Heiligen und somit auch die des persönlichen Namenspatrons.

Im "Römischen Katechismus" von 1566 wird die Bedeutung des Taufnamens wie folgt beschrieben: "der Getaufte durch die Gleichheit mit dem Namen eines Heiligen zur Nachahmung der Tugend und Heiligkeit angeregt werde" und "er gewiss auch seinen Namenspatron anruft und durch dessen Fürbitte hofft, er möge ihm bei der Verwirklichung eines gottgefälligen Lebens beistehen“.

Vor einigen Jahrzehnten wurde der Namenstag sogar mit einem Kirchenbesuch am Werktag und anschließend mit einem Festessen, zu dem Verwandte und Freunde geladen waren, ausgiebig gefeiert.

Heutzutage wird in vielen Kreisen der Bevölkerung vorrangig nur noch der Geburtstag gefeiert. Nach der Taufe erhalten viele den Namen einer/s Heiligen, wissen jedoch oftmals nicht wer diese/r Heilge/r war und welche Taten sie/er zu Lebzeiten vollbrachte. Lediglich auf dem Land wird dem Namenstag noch mehr gedacht. 

Besondere Namenstage

Mit besonderem Brauchtum verbunden sind der Josefitag am 19. März, der Georgitag am 23. April, der Martinstag am 11. November oder der Stephanitag am 26. Dezember.

Eine bekannte Heilige der Region ist die heilige Irmengard, die besonders auf der Fraueninsel verehrt wird. Sie war als Tochter König Ludwigs des Deutschen und Urenkelin Karls des Großen, die erste namentlich bekannte Äbtissin der Abtei. Auch heute pilgern noch unzählige Menschen zur Kapelle der Schutzpatronin des Chiemgaus auf der Fraueninsel. Ihr Namenstag wird am Sonntag vor oder nach dem 16. Juli (ihrem Todestag) vom Kloster feierlich mit Chor und Orchester im Münster Frauenwörth gefeiert.