Wildalpjoch - Sonnentour in der Wendelsteingruppe

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Skitour mittlerer Schwierigkeit mit Hängen bis zu 30° Neigung. Sehr stabile Schneelage ist notwendig.

 Kurze, aber ernste Hochwintertour auf sonnenseitigen, steilen Grashängen mit entsprechend hohem Lawinenrisiko. Unbedingt sichere Verhältnisse abwarten. Bei Firn wird die beliebte Abfahrt vom kleinen Voralpengipfel zum fantastischen Genuss für den Kenner und den Könner. 

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

Parkplatz neben der Arzbachbrücke an der Sudelfeld-Bergstraße, 1000 m

Zielpunkt der Tour:

Parkplatz neben der Arzbachbrücke an der Sudelfeld-Bergstraße, 1000 m

Beschreibung

Das Wildalpjoch müsste korrekt Wildalmjoch heißen, denn in hiesigen Bereichen heißt es Alm und nicht Alpe. Diesen sprachlichen Fehler haben wir Landvermessern zu verdanken, die die hiesigen Sprachgewohnheiten nicht beherrschten.

Es ist dem Wendelstein östlich vorgelagert und bietet ein herrliches Gelände für eine relativ kurze, aber zackige Skitour. Anstieg und Abfahrt finden auf südostgeneigten Hängen statt und sind, besonders oberhalb der Waldgrenze, stark lawinengefährdet. Für die kurze Tour muss man deshalb bei sonnigem Wetter früh aufbrechen. Dies gilt umso mehr, wenn man die Tour erst zum Ende des Hochwinters, also im Februar oder März durchführen will.

Wegbeschreibung

Die Straßenbrücke an ihrem Westende verlassen und über den Bach einem breitenWweg nach Norden folgen, bis nach etwa 200 m ein kleines Rinnsal erreicht wird. Hinter dem Bach schwenkt die Aufstiegsroute nach links führt auf die private Kelheimer Hütte zu. Die Route steigt gegen Nordwesten mäßig steil durch einige verstreute Baumgruppen hindurch und zu einer Jagdhütte. Dann muss man eine bisweilen gefährliche Lawinenrinne nach links queren. Hinter dieser brenzligen Etappe geht man etwas steiler nach Westen weiter und kommt in einen pfiffigen Steilanstieg, an dessen oberem Rand eine kleine Hütte steht. Von dort folgt man dem langen Rücken nahe des jungen Waldes, bis zum Gipfelfuß hinauf. Wenn es zu steil wird, dreht man rechts ab, quert die oberen Hänge der breiten Lawinenmulde, hält sich links in einen weiten Wiesenhang und kommt in einen breiten Sattel (Gamswiese). Von ihm so weit möglich mit Ski hinauf, bei guten Verhältnissen bis zum Gipfel.

 

Die Abfahrt verläuft entlang der Aufstiegsroute. Nur bei absolut sicheren Bedingungen und hoher Schneelage darf man es riskieren, durch die breite Hangmulde abzufahren.

Ausrüstung

Skitourenausrüstung mit VS-Gerät, Lawinenschaufel und Lawinensonde für jeden Teilnehmer

Tipp des Autors

Stellt sich am Ausgangspunkt heraus, dass die Verhältnisse für das Wildalpjoch zu riskant sind, kann man auf den kleinen Schreckenkopf ausweichen und hat somit immer noch Gelegenheit wenigstens ein paar Schwünge in den Schnee zu zaubern.

Sicherheitshinweise

Das Wildalpjoch ist stark von Lawinen bedroht. Auch wenn man sich genau an die beschriebene Route hält, kann man den Risiken nicht vollends entgehen.

Anfahrt

Auf der A 8 bis Ausfahrt Weyarn und dann nach Miesbach, der B 307 folgend über Schliersee - Bayrischzell zum Ausgangspunkt

Parken

am Ausgangspunkt

Öffentliche Verkehrsmittel

Busverbindung ab Bayrischzell

(Ringbuslinie)

Schwierigkeit mittel
Länge6,14 km
Aufstieg 750 m
Abstieg 750 m
Dauer 3,00 h
Niedrigster Punkt1000 m
Höchster Punkt1720 m
Eigenschaften:

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GPS-Track

Quelle

alpenvereinaktiv.com

Autor

Siegfried Garnweidner