Festtage im Kirchenjahr
Traditionsreiche religiöse Feierlichkeiten und Bräuche im Jahresverlauf - wir erklären Hintergründe und Feierlichkeiten in der Region.
Die Heiligenfeste des Kirchenjahres und die damit verbundenen alten Traditionen haben in Bayern einen hohen Stellenwert und sind besonders im bayerischen Alpenvorland noch sehr lebendig. Die bayerischen Bräuche sind eng mit der Pflanzenwelt verbunden. Kräuter, Äpfel, Busch- und Baumteile symbolisieren Bibelstellen, die heute immer noch gefeiert werden. So werden immergrüne Pflanzen als Zeichen für ewiges Leben als Adventskranz oder Christbaum verwendet, Häuser mit Kräutern geräuchert, Palmbuschen und Maibaum hergestellt und gefeiert.
Advent & Weihnachten
Das Kirchenjahr beginnt am 1. Advent mit der besinnlichen Adventszeit, den glitzernen Christkindlmärkten, dem Brauch der Barbarazweige, dem Nikolaustag sowie mit den Krampus- und Perchtenläufen. Am Jahresende werden die Rauhnächte, ein uraltes weihnachtliches Ritual, in den Alpenregionen zelebriert und pünktlich zum Neujahr das Neujahrsanblasen sowie der Besuch der Sternsinger. Das Ende der Weihnachtszeit symbolisiert Mariä Lichtmess am 2. Februar mit Kerzenweihen und Lichterprozessionen.
Fastenzeit bis Peter und Paul
Die Fastenzeit mit sechs Sonntagen vor Ostern, Palmsonntag, das Osterfest, Christi Himmelfahrt, das Pfingstfest mit Fronleichnam und das Gedenken der Apostel Petrus und Paulus sind weitere bedeutsame Festtage im ersten Halbjahr im vorwiegend katholischen Bayern.
Marienfeste
Der Monat Mai steht ganz im Zeichen Marias, zu Ehren dieser viele Maiandachten in der Region stattfinden. Im katholischen Glauben wird das älteste Marienfest am 15. August gefeiert - Mariä Himmelfahrt. Traditionell werden an diesem Tag als Symbol Marias Kräuterbuschen gebunden. Viele Kirchen der Region sind der Mutter Gottes gewidmet.
Herbst
Im Herbst wird besonders in den ländlich geprägten Regionen Erntedank und bereits seit dem 4. Jahrhundert nach Christus das Kirchweihfest - Kirta gefeiert.
Am 1. November an Allerheiligen werden die Gräber gesegnet und Gottesdienste abgehalten zum Gedenken an die Toten. Zu Ehres des Hl. Leonhards finden rund um den 6. November die Leonhardifahrten statt. Prachtvoll blumengeschmückte Rösser und Gespanne werden hierbei als Dank für deren harte Arbeit gesegnet.
Heiligenfeste
Den Heiligen wird ebenso zumeist an ihrem Todestag gedacht. Ausnahmen bilden der Geburtstag von Maria am 8. September und von Johannes d. Täufer am 24. Juni. Mit besonderem Brauchtum verbunden sind unter anderem der Martinstag am 11. November, der Josefitag am 19. März, der Georgitag am 23. April und der Nikolaustag am 6. Dezember.