Tipps zum Wandern

Was ziehe ich an und nehme mit auf eine Wanderung, welche Tour ist für mich geeignet...

„Der Sinn des Reisens ist, an ein Ziel zu kommen, der Sinn des Wanderns, unterwegs zu sein.“  Wie Theodor Heuss schon meinte: der Weg ist das Ziel - genießen ist die Devise! Angefangen von der Planung bis zum Aufstieg und den Hütten- oder Gipfelgenuss: Halten Sie die Augen auf nach vielen unvergesslichen Eindrücken, Aussichten und stillen Momenten. Damit Sie sicher unterwegs sind, gibt es hier eine Zusammenstellung mit nützlichen Tipps und Tricks zum Thema Wandern:

Planung

Der Schwierigkeitsgrad der Wanderroute sollte immer der eigenen Kondition und körperlichen Eignung entsprechen. In einer Gruppe ist der Maßstab immer das schwächste Mitglied. Deshalb sollte man sich vorab schon über die Beschaffenheit der Wege informieren, um nicht die eigenen Kräfte überzustrapazieren. Forstwege sind zum Beispiel am einfachsten, größere Herausforderungen sind Touren durch Waldpfade, Steige, Geröll und Schotter. Plane Sie darum Ihre Route mithilfe von Karten und ausgearbeiteten Wandervorschlägen sorgfältig. Zudem sollte man bei der Planung auch zeitliche Reserven einplanen für den Fall einer Verletzung oder eines Umwegs. Tipp: Fangen Sie klein an, um sich an die Höhe und Anstrengung zu gewöhnen. Die Chiemsee-Alpenland Region ist auch für Wandertouren mit Bergbahnen zu empfehlen. Ob man nun die Berg- oder Talfahrt oder beides fährt und sich oben an der Bergstation einen Spaziergang macht, bleibt jedem selbst überlassen.

Am einfachsten geht die Planung mit unserem Tourenfinder für Wanderungen im Chiemsee-Alpenland >>

Packliste für den Rucksack

Die Ausrüstung sollte stets das Wichtigste für einen Wanderausflug beinhalten. Wichtig dabei ist aber auch, dass der Rucksack nicht zu schwer ist und womöglich zu sehr den Rücken belastet. Hier ein paar wichtige Dinge, die Sie auf gar keinen Fall vergessen sollten:

  • Wanderkarte
  • Taschenmesser
  • Sonnenschutz (Hut, Brille, Creme)
  • Kleine Rucksackapotheke und persönliche Medikamente
  • Ausreichend Getränke (Wasser oder Saftschorle) und Proviant (energiereiche Nahrung wie Müsliriegel oder Obst) mitnehmen, auch wenn eine Hütteneinkehr geplant ist.
  • Wechselkleidung, um durchnässte oder schmutzige Kleidung zu wechseln
  • Geld, Ausweis, Handy für den Notfall. Im Notfall wählt man den Euro-Notruf 112.
  • Wanderstecken
  • Grundsätzlich gilt: Wenn man mit Kindern unterwegs ist sollte man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein und grundsätzlich mehr an Proviant mitnehmen.

Sind alle wichtigen Dinge zusammengesucht, geht es ans Packen. Dabei ist darauf zu achten, die schwersten Gegenstände auf Schulterblatthöhe an der Rückseite zu platzieren und möglichst kompakt und komprimiert zu packen. Wichtige Dinge wie Jacke, Getränk, Fotoapparat und Apotheke sollten gut erreichbar verpackt werden, weniger Wichtiges kann zuunterst liegen. Je schwieriger erreichbar ein Gegenstand unterwegs ist, umso geringer ist die Bereitschaft, ihn herauszuholen. Der Rucksackinhalt wird in unterscheidbare Plastiktüten verpackt, damit er wasserdicht und schnell auffindbar ist.

Kleidung

Warme Kleidung, Regenschutz und feste Wanderschuhe mit griffiger Sohle sind wichtig für einen angenehmen Wanderausflug. Bei der Kleidung sollte man zudem Funktions- statt Baumwollkleidung tragen und mehrere dünne Schichten (Zwiebelprinzip) anstatt wenigen dicken. Wichtig ist es auch, eine Mütze oder eine Kappe mit zu nehmen, um sich vor möglicher Sonneneinstrahlung oder vor Kälte schützen zu können. Handschuhe können wie die Mütze bei fast jeder Tour mitgenommen werden. Sie schützen nicht nur gegen Kälte, sondern auch gegen Handverletzungen beim Abrutschen und auf Klettersteigen. Unser Tipp: Beachten Sie die Temperaturveränderungen. Pro 100 Höhenmeter sinkt die Temperatur um 0,5° Celsius. Auch kann eine leichte Brise im Tal auf dem Berg sich zu einem kräftigen Wind entwickeln.

Wetterlage

Kurz vor der Wanderung empfiehlt es sich, die Tageslänge, Wettervorhersage und aktuelle Witterungsverhältnisse zu berücksichtigen. Die Wetterlage ist in den Bergen oft ganz anders als im Tal! Kontaktieren Sie auch die jeweiligen Hüttenwirte, um herauszufinden, ob im Frühjahr noch Schnee liegt. Ist schlechtes Wetter vorhergesagt, verzichtet man am besten auf die Tour. Sind Wärmegewitter am Nachmittag erwartet, plant man eine kürzere Tour bis Mittags. Zudem sollten Sie niemals einen Ausflug in die Berge unternehmen, wenn Sie sich unwohl oder krank fühlen.

Während der Wanderung

Legen Sie regelmäßig eine Pause ein und rasten Sie immer sofort bei Anzeichen von Erschöpfung oder Ermüdung.

Wegmarkierungen

Während der Wanderung sollten nur markierte Wege benutzt werden, um eine mögliche Absturzgefahr zu vermeiden. Man sollte auch stets kontrollieren, wo man sich gerade befindet, um sich nicht zu verlaufen oder um unnötige Umwege zu vermeiden. Tipp: auf Hütten oder Gipfel im Gipfelbuch eintragen oder beim Vermieter seine Tagesplanungen ankündigen. 

Die Wegeführung des Deutschen Alpenvereins ist auf gelben Wegweisern zu finden. Der farbige Punkt verweist auf den Schwierigkeitsgrad des Weges: blau = einfach, rot = mitttelschwer, schwarz = schwer. Die Zwischenmarkierungen sind normalerweise rot-weiß-rot und befinden sich auf Bäumen oder Felsen.

Almwirtschaft

Wir befürworten eine partnerschaftliche Beziehung zwischen Almbewirtschaftung und Tourismus. Die Besonderheiten einer Alm haben wir deshalb hier zusammengefasst.

Tier und Naturschutz

Lass in der Natur nichts zurück außer deinen Fußspuren und nimm nichts mit außer deinen Eindrücken! Das Mitnehmen gilt natürlich auch für den Müll (Essensreste, Taschentücher und so weiter), den man selbst produziert hat oder am Wegrand findet. Auch das Beschädigen der Bäume oder Gipfelkreuze, hölzerne Hüttenwände oder Ähnliches durch Ritzereien, Schnitzereien, Schmierereien ist kein Kavaliersdelikt und daher zu unterlassen.

Sollte man auf seiner Wanderung auf wilde Tiere wie Füchse, Eichhörnchen oder ähnliches treffen werden die folgenden Verhaltensregeln empfohlen:

  • Die Wildtiere niemals füttern.
  • An den Rastplätzen keine Lebensmittelreste (auch keinen Müll) zurücklassen.
  • Auf keinen Fall die Tiere provozieren oder ihnen folgen, um Fotos oder Videos zu machen.
  • Hundebesitzer nehmen ihre Hunde an die Leine. Die Hunde könnten die Wildtiere aufstöbern, verletzen oder gar töten. Auf Almen weiden oft Kühe mit ihren Kälbern, daher könnten sie auf Hunde aggressiv reagieren, um diese zu beschützen. Falls eine Kuh sich Ihnen bzw. Ihrem Hund nähert, lassen Sie Ihren Hund los und laufen Sie beide an einen sicheren Platz wie Wald oder hinter den Zaun. Vermeiden Sie ein Verharren am Platz, ein aggressives Hundeverhalten gegenüber den Kühen oder das übliche bei-Fuß-gehen in dieser Gefahrensituation. 

Was Sie noch interessieren könnte:

Hütten & Berggasthöfe im Chiemsee-Alpenland >>

Höhlen im Chiemsee-Alpenland >>

Attraktive Angebote rund ums Bergsteigen und Wandern >>