SalzAlpenSteig Etappe 2: Grassau - Brachtalm

Kondition 
Technik 
Erlebnis 
Landschaft 

Die konditionell sehr anspruchsvolle zweite Etappe des SalzAlpenSteigs ist zwar anfangs noch nicht so spektakulär, gegen Ende bietet sie aber mit dem Ausblick von der Schnappenkirche und den sehr idyllischen Almen (Staudacher Alm & Brachtalm) einige echte Höhepunkte des gesamten SalzAlpenSteigs.

Beste Jahreszeit

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Startpunkt der Tour:

Tourist-Information im Ortszentrum von Grassau

Zielpunkt der Tour:

Brachtalm

Beschreibung

Bereits der Beginn des SalzAlpenSteigs hat es mit der zweiten Etappe von Grassau bis zur Brachtalm, sowohl was die Höhenmeter (1441 m) als auch was die Länge der Etappe (18,2 km) betrifft, so richtig in sich.

Von der schönen, in der Nähe des Chiemsees gelegenen Marktgemeinde Grassau aus, wandern wir erst auf der Zeppelinhöhe oberhalb der Ortschaften Niedernfels und Piesenhausen entlang, bis wir ins Zentrum von Marquartstein gelangen. Auf dieser Strecke bieten sich uns bereits erste Aussichten auf die späteren Highlights der Tour, wie etwa die im Jahre 1637 von Wolfgang König erbaute Schnappenkirche mit ihrem einzigartigen Ausblick auf den Chiemsee und die umliegenden Ortschaften.

In Marquartstein queren wir die Tiroler Achen und machen uns auf den Weg zu besagter Kirche, wobei wir stets leicht bergauf durch den schönen Wald des Schnappenberges wandern. Der Besuch der Kirche (über einen kleinen Stichweg) ist ein absolutes Muss für jeden Wanderer und bietet sich als optimaler Platz für eine Brotzeit an.

Weiter geht es dann durch naturbelassenen Mischwald bis zur Staudacheralm. Entlang von Almen und nochmals durch ein kurzes Waldstück gelangen wir zu unserer Übernachtungsmöglichkeit, der heimeligen Brachtalm (Übernachtung möglich ab Mitte/Ende Mai).

Wegbeschreibung

Von der Tourist-Information in Grassau, geht es auf dem Gehsteig neben der Hauptstraße, entlang eines großen Feldes Richtung Kucheln. Nach ein paar Minuten biegen wir links in die Wohnstraße ein, von wo aus wir zum Strehtrumpf gelangen. Auf diesem Weg kommen wir erst an einem sehr schönen Teich mit dem dazugehörigen Pfadfinderheim vorbei, wo wir rechts abbiegen und den Rundweg/Panoramaweg Richtung Wasserfall Rottau nehmen (man könnte auch auf der Asphaltstraße bis zum Strehtrumpf gehen, der Panoramaweg ist aber die schönere Variante).

Durch einen Buchenwald geht es zuerst flach dahin, bevor wir links zackig bergauf gehen und über eine schöne Almwiese beim Strehtrumpf ankommen. Wir überqueren den Parkplatz am Strehtrumpf und biegen dann nach rechts zur Zeppelinhöhe ab. Im Mischwald wandern wir zügig bergauf zur Zeppelinhöhe. Kurz zuvor sehen wir in der Ferne bereits unser späteres Etappenhighlight, die Schnappenkirche. Ein Stichweg führt uns gleich darauf zur Zeppelinhöhe, wo wir einen Blick auf das Tal unter uns mit dem Chiemsee werfen können.

Ein Waldweg führt uns zu einer Forststraße der wir ein gutes Stück talabwärts Richtung Niedernfels folgen. Wir passieren einen kleinen Wasserfall und gehen unter dem Sessellift (Hochplattenbahn) hindurch. Nach der Talstation des Sessellifts biegen wir rechts in eine Forststraße ein, die wir gleich über einen schönen Waldweg verlassen, der ein Stück unterhalb der Forststraße entlangführt.

Dann geht es gemütlich am Waldrand bis zur Hofkapelle, bei der sich ein schöner Rastplatz befindet, auf dem wir eine Rast einlegen. Nach der Kapelle geht es noch ein Stück talabwärts und dann zwischen zwei großen, markanten Bäumen rechts an einem kleinen Weiher und an einer Schule vorbei zur Kirche von Marquartstein.

Von der Kirche in Marquartstein wandern wir erst über den großen Parkplatz und dann ein kurzes Stück über die Hauptstraße (B305). Am Brunnen biegen wir rechts ein und gehen am Kopfsteinpflaster bis zur Brücke die über die Tiroler Achen führt. Wir gehen rechts an der Bundesstraße entlang, biegen am Hofwirt zur Post links auf die Burgstraße ab und gehen gleich darauf linkerhand in eine Wiese, wo wir am Gartenzaun entlanggehen.

Wir wandern zwischen zwei Häusern hindurch und folgen dem Weg am Waldrand in eine ausgedehnte Rechtskurve, bis wir den hellen Laubwald erreichen. Wir gehen in die Kehre und wandern dann rechts an der Felswand weiter, oberhalb derer sich die Burg befindet, entlang (in Richtung Staudacher Alm).

Nach wenigen Minuten biegen wir am Wasserhäuschen in einen bemoosten Hohlweg am Richard Strauß Höhenweg ein (nach links) und gehen wenig später rechts weiter. Bei Nock überqueren wir einen Wanderparkplatz und halten uns danach links.

Auch bei der nächsten Kreuzung bleiben wir links und gehen hier im Nadelwald stetig bergauf (Wegweiser Richtung Schnappenkirche, bzw. Staudacher Alm). Wir folgen dem Waldweg bergauf und halten uns an die Beschilderung zur Schnappenkirche.

An einem riesigen Findling biegen wir links ab und gelangen in einen schönen Föhrenwald. Bei der Kindlwand gehen wir durch einen Hohlweg und nach einiger Zeit gelangen wir zur Abzweigung Staudacher Alm, besuchen aber vorher über einen kurzen Stichweg die Schnappenkirche und bewundern den atemberaubenden Panoramablick auf den Chiemsee und die umliegenden Ortschaften - ein absolutes Muss auf dieser Wanderung!

Achtung: Um auf dem Steig zu bleiben müssen Sie ca. 100 Meter vor der Schnappenkirche rechts abbiegen! Wenn Sie an der Kirche vorbei auf dem Weg bleiben gelangen Sie auf eine SalzAlpenTour – hier gut aufpassen und sich nur an den grünen Markierungen halten! Durch einen naturbelassenen Wald gelangen wir schließlich zur Staudacher Alm. Nun geht es über blühende Almwiesen und ein kurzes Waldstück bis zu unserem Etappenziel, der Brachtalm.

Ausrüstung

Zur Übernachtung im Matratzenlager der Brachtalm (Übernachtung möglich ab Mitte/Ende Mai) ist ein Schlafsack erforderlich!

Tipp des Autors

Wer möchte, bekommt auf der Staudacher Alm einen weltklasse "Kuacha" von Irmi, selbst gemacht, mit Eiern von den freilaufenden Hühnern der Alm.

Auf der Brachtalm werden Sie von Toni und Hilde ("Wir khean zom - sie schofft on, und i khea zom!") sehr freundlich aufgenommen und bewirtet (Gute Brotzeit und reichliches Frühstück).

Anfahrt

Autobahn A8 - München-Salzburg bis zur Ausfahrt Bernau, von dort auf der B 305 (Deutsche Alpenstraße) Richtung Reit im Winkl bis Grassau (ca. 8 km).

Parken

Großer öffentlicher Parkplatz am Kreisverkehr Ortsmitte (neben dem Restaurant Rotonda).

Öffentliche Verkehrsmittel

RVO-Buslinie 9505 von Reit im Winkl über Grassau nach Prien am Chiemsee.

Aktueller Bus- und Bahnfahrplan: http://reiseauskunft.bahn.de

Schwierigkeit schwer
Länge18,25 km
Aufstieg 1100 m
Abstieg 802 m
Dauer 7,15 h
Niedrigster Punkt536 m
Höchster Punkt1211 m
Eigenschaften:

Einkehrmöglichkeit

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Weitere Infos

Chiemgau Tourismus e.V.

Haslacher Straße 30, 83278 Traunstein
Tel.: +49-861-909590-0
Fax.: +49 861 909590-20
Email: urlaub@chiemsee-chiemgau.info
Website: www.chiemsee-chiemgau.info

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WLAN-Hotspots an der Etappe:
• Marquartstein / Tourist Info, Vorplatz Rathaus
• Aschau i. Chiemgau / Leseraum Haus des Gastes

Quelle

SalzAlpenSteig und -Touren e.V.

Autor

Kathrin Haas