Wichtige Tipps

Heilfasten, aber richtig! Wie Sie eine Heilfastenkur richtig angehen und was Sie dabei beachten müssen...

1. Gesundheit geht vor

Ob Sie aus gesundheitlichen Gründen überhaupt fasten dürfen und welche Heilfastenkur für Sie die Richtige ist, kann Ihnen Ihr Hausarzt sagen. Lassen Sie sich also vorher unbedingt durchchecken.

2. Umgebung informieren

Setzen Sie Ihre Familie, Freunde und Ihren Kollegenkreis über Ihr Vorhaben in Kenntnis. Aufgrund der Gifte und Schlackstoffe, die der Körper während der Fastenkur ausscheidet, kann es zu Geruchsausscheidungen kommen (z.B. Mund). Wer in seinem Job viel Kundenkontakt hat, sollte das Fasten lieber in die Urlaubszeit verlegen. Aber auch im Falle eines eventuellen und plötzlichen Schwächeanfalls sollte Ihre Umgebung Bescheid wissen.

3. Verzicht auf Genussmittel

Während einer Heilfastenkur ist es wichtig auf Genussmittel, wie Alkohol, Koffein und Nikotin komplett zu verzichten.

4. Auf genügend Nährstoffzufuhr achten

Gerade "Anfänger" sollten eher auf sanfte Fastenkuren, wie etwa die Milch-Brötchen-Kur oder die Basenfastenkur, zurückgreifen. Eine Teefastenkur ist dagegen radikaler und entzieht dem Körper wichtige Nährstoffe. Daher sollte diese nur unter ärztlicher Beobachtung erfolgen. 

5. Viel trinken

In der Nahrung, die wir täglich aufnehmen, ist viel Wasser enthalten. Fällt diese in der Fastenzeit weg, so entziehen wir unserem Körper automatisch auch lebensnotwendige Flüssigkeit. Daher ist es äußerst wichtig gerade in den Fastentagen darauf zu achten, dass dem Körper genügend Wasser zugeführt wird. Sonst drohen Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und womöglich sogar ein Kollaps.

6. Abbau- und Aufbautage

Der Körper sollte sanft auf die bevorstehende Fastenzeit eingestimmt werden. In den Abbautagen sollten Sie Ihre Ernährung auf leichte Kost (z.B. Reis und Gemüse) umstellen. Zwei Tage vor Start sollten Sie auf fettige und kalorienreiche Speisen vollkommen verzichten. Brechen Sie eine Fastenkur nie abrupt ab. Das wirkt wie ein Schock auf den Organismus und kann auch Magenkrämpfe und Verdauungsstörungen hervorrufen. Die Aufbautage sollten ein sanftes Ausklingen der Fastenkur einleiten. Verzichten Sie in den Tagen nach der Kur auf Fast Food, Fettiges, Zucker, Salz, Kaffee und Alkohol. Die Abbau- und Aufbautage sollten so lange dauern, wie die Fastentage geteilt durch drei.

7. Ableitungstage

Über den Darm werden Gifte ausgeschieden. Bei Heilfastenkuren, die auf dem Prinzip „Verzicht auf feste Nahrung“ basieren, kommt die Darmtätigkeit zum Erliegen. Da es aber das Ziel des Heilfastens ist, möglichst viele Schlacken und Gifte aus dem Körper zu spülen, werden Abführmittel zur Darmentleerung eingesetzt. Zum Abführen eignen sich Sauerkraut- und Pflaumensaft, aber auch Glaubersalz, Bittersalz oder Rizinusöl, die in ihrer Wirkung stärker sind.

8. Stress vermeiden

Gönnen Sie sich extra viel Ruhe. Stress ist für den Entschlackungsprozess nicht förderlich und belastet den geschwächten Organismus noch zusätzlich. In vielen Kulturen dient das Fasten vorrangig einer spirituellen Reinigung. Nutzen Sie also auch die Zeit, um in sich zu gehen und Ihr seelisches Gleichgewicht wiederzufinden.

9. Bewegung und leichter Sport

Viel Bewegung an der frischen Luft (z.B. Spazieren, Wandern, Fahrradfahren) aber auch leichte Sportübungen (z.B. Pilates, Yoga) tun dem Körper ganz gut. Der Kreislauf kommt in Schwung und der Muskelabbau wird verhindert.

10. Auf Qualität der Nahrungsmittel achten

Bereiten Sie die Suppen und Gemüsebrühen selbst zu und verzichten Sie auf Päckchen- und Dosenprodukte. Diese enthalten viele Chemikalien und tun Ihrem Körper nichts Gutes. Das Gleiche gilt auch bei Säften: Entweder selbst pressen oder Direktsäfte aus dem Reformhaus holen. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Säfte frei von Zuckerzusätzen und Konservierungsstoffen sind. 

11. Ernährung überdenken

Hören Sie in sich hinein. Welches Grundgefühl hat sich bei Ihnen während der Fastentage eingestellt? Womöglich ein Zustand der Leichtigkeit oder der inneren Ausgeglichenheit. Vielleicht haben Sie auch eine Linderung der einen oder anderen Beschwerde festgestellt? Dann wird es Zeit, Ihre Ernährungsgewohnheiten zu überdenken und eventuell umzustellen. Verzichten Sie auf Fertig- und Halbfertigprodukte und kochen Sie frisch. Am besten ist es bei der Ernährung der Aufbautage zu bleiben und diese mit magerem Fisch und Fleisch, Vollkornprodukten und fettarmen Milcherzeugnissen zu ergänzen.